Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Brome Raser in Tülau: Anwohner fordert nach Unfall Tempo 30
Gifhorn Brome Raser in Tülau: Anwohner fordert nach Unfall Tempo 30
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:20 29.10.2018
Er ist sauer: Der Tülauer Friedhelm Bleek fordert die Einrichtung eines Tempolimits im Ort. Quelle: Jörg Rohlfs
Anzeige
Tülau

„Die donnern hier mit 80, 90 Klamotten lang“, so der 50-jährige Hobbyimker, der sich diesbezüglich nicht nur um seine vier Pferde und drei Katzen Sorgen macht, sondern auch an die Sicherheit von Kindern und Senioren mit Rollatoren denkt. Weil seiner Ansicht nach nicht nur in der Kirchstraße gerast wird, sondern im ganzen Dorf: „Das wird ein echtes Problem.“

Unterschriften sammeln

Auch der Verkehrsunfall von vor zwei Wochen mit mehreren Verletzten mitten im Ort wäre laut Bleek „so nicht möglich gewesen, wenn wir hier Tempo-30 hätten“. Bereits in seinem vorigen Wohnort Ehra-Lessien habe er erreicht, dass dort die Beschränkung eingeführt wurde. Enttäuscht ist Bleek deshalb auch vom Tülauer Bürgermeister Martin Zenk, dem er sein Ansinnen vorgetragen hatte: „Er hat mir gesagt, ich sollte dafür Unterschriften sammeln. Dabei muss sowas doch von der Gemeinde kommen.“

Anzeige

Kein Unfallschwerpunkt

Tülau sei beileibe kein Unfallschwerpunkt, erklärt auf AZ/WAZ-Anfrage der so Gescholtene: „Aber wir haben uns in der Vergangenheit immer mal wieder mit diesem Thema beschäftigt, auch im Rat.“ Es seien jedoch stets Beschwerden „von Einzelnen“ gewesen, die „Nachbarn disziplinieren wollten“, die sich – tempomäßig – nicht rücksichtsvoll verhielten.

Die Hälfte der Anwohner müsste dafür sein

Im Falle der Kirchstraße seien es möglicherweise auch Durchfahrende, die sich nicht an ein Limit hielten, räumt Zenk ein. Aber für einen entsprechenden „Vorstoß im Rat“ wegen Tempo-30 müsse dieses Ansinnen auch hier auf eine breitere Basis gestellt werden, deshalb der Hinweis auf eine Unterschriftenliste: „Die Gemeinde möchte da nichts aufoktroyieren.“ Die Hälfte der Anwohner müsse mindestens dafür sein.

Von Jörg Rohlfs

Brome Lebensechte Puppen wurden zur Geduldsprobe - Eltern sein auf Probe: Neun Schüler wagen es
23.10.2018
22.10.2018