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Boldecker Land Große Erfolge und ein Wandel: The Crescenters werden 50 Jahre alt
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10:34 06.09.2019
Feiert Geburtstag: Der Fanfarenzug The Crescenters besteht seit 50 Jahren. Quelle: Fanfarenzug Weyhausen/The Crescenters
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Weyhausen

50 Jahre sind kein Pappenstiel, auch nicht für einen Verein wie The Crescenters Drum&Bugle Corps, der im Herbst 1969 als Fanfarenzug des Schützenvereins das Licht der Welt erblickte. Dank dem Dorfpolizisten Grunewald.

Zwölf Gründungsmitglieder

„Der und Wilhelm Ott haben damals Geld gesammelt für einen Spielmannszug. Und weil so viel zusammen kam, wurde auch noch ein Fanfarenzug aufgemacht“, erinnert sich Gründungsmitglied Bernhard Garbes, der bis 2004 auch 25 Jahre lang sein Vorsitzender war. Zu zwölft waren sie damals, alles erwachsene Männer – Jugend und Frauen waren erst später zugelassen. Außer Garbes lebt nur noch einer von ihnen: Gerd Baethge.

„Zehn Jahre in Grün marschiert“

„Zehn Jahre sind wir in Grün marschiert“, so Garbes, der im Zug die Landsknechttrommel schlug, über dessen Trennung von den Schützen „aus finanziellen Gründen. Wir haben überall gespielt und der Verein hat alles Geld behalten“. 45 aktive Naturblechbläser und Trommler zählte im Aufbruchjahr 1979 der Fanfarenzug nebst 16 passiven Mitgliedern. Die Uniformen wechselten zum heute noch getragenen Rot und Schwarz und der Fanfarenzug Weyhausen e.V. beteiligte sich fortan an Wettkämpfen – und rief das Altdorffest ins Leben, das noch heute gefeiert wird.

Impressionen des Weyhäuser Musikvereins aus fünf Jahrzehnten.

Die goldene Ära begann 1988: Über 15 Jahr wurden Deutsche und Internationale Meisterschaften reihenweise gewonnen. Der Verein zählte bis zu 90 Musiker und 200 Mitglieder. Zu den Fanfaren und Mellophonen kamen als weitere Naturton-Blechblasinstrumente Sousaphon und Bariton hinzu. Ab Mitte der 1990-er-Jahre brachten Stephan Kistner und Karl Münter den Verein als musikalische Leiter weiter voran. Münter schrieb eigene Stücke für den Fanfarenzug, eine CD wurde aufgenommen.

Hunderte von Pokalen

„Ohne Pokal kamen wir von Wettbewerben damals nicht nachhause“, so Garbes. Der Sound wurde rockiger, poppiger, karibische Klänge kamen hinzu. Weltmeistertitel wurden geholt, ein Jagdhornzug wurde gegründet, ebenso ein Jugendzug und 1999 eine eigene Cheerleader-Sparte unter Federführung von Birgit Eljed. Irgendwann war nicht mehr genug Platz für die Hunderte von Pokalen im 1990 bezogenen Vereinsheim an der Neuen Straße: „Wir haben ein paar Kartons voll entsorgt“, sagt Garbes.

Dem Bruch folgt die Veränderung

Mitte der ersten Dekade im neuen Jahrtausend begann ein Wandel, die Zahl der Fanfarenzüge ging zurück. Und es gab einen Schicksalsschlag: Kistner und Münter verunglückten schwer bei einem Autounfall, konnten nicht mehr für den Verein da sein. Dem Bruch in der Entwicklung folgte eine Veränderung: 2011 wurden die Naturton-Instrumente ab- und Ventilinstrumente angeschafft. 2014 benannte sich der Fanfarenzug, der schon keiner mehr war, um in The Crescenters.

Marimba und Xylophon

Zu Percussion und Brass gesellte sich 2016 eine Pit, ein Frontensemble mit Marimba und Xylophon, das Repertoire wurde ausgeweitet, verstärkt Showelemente eingesetzt. Es wurden wieder Titel gewonnen. Heute hat der Verein rund 120 Mitglieder, knapp 30 sind aktiv bei Auftritten als Bläser, Trommler und Cheerleader. Geprobt wird donnerstags und sonntags in der Aula der Oberschule oder in der Sporthalle.

Es wird gefeiert

Und es wird gefeiert, der „50. Geburtstag“ des Fanfarenzuges/The Crescenters nämlich, draußen und umsonst, mit vielen anderen Vereinen und der geneigten Öffentlichkeit: am Samstag, 21. September, ab 13 Uhr vor der Oberschule und dem Vereinsheim, Neue Straße in Weyhausen.

Von Jörg Rohlfs

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