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Boldecker Land Wegen A 39: Startschuss für neue Sportanlagen noch im Jahr 2020?
Gifhorn Boldecker Land Wegen A 39: Startschuss für neue Sportanlagen noch im Jahr 2020?
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12:30 01.02.2020
Planungen laufen: Die Gemeinde Tappenbeck rechnet mit dem Startschuss für ihre neuen Sportanlagen noch in diesem Jahr. Quelle: Michael Franke Archiv
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Tappenbeck

Der Tappenbecker Gemeinderat hat in jüngster Sitzung einstimmig einen im Ergebnis und investiv ausgeglichenen Haushalt 2020 auf den Weg gebracht – in dem auch schon Mittel für die neuen Sportanlagen vorgesehen sind. Denn: „Wir erwarten, dass wir damit dieses Jahr anfangen können“, sagte Ronald Mittelstädt.

Auf Gutachter geeinigt

Wie der Bürgermeister in der Sitzung im Gemeindebüro am Stahlberg mitteilte, hat man sich in der vergangenen Woche mit der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr Wolfenbüttel auf einen staatlich vereidigten Gutachter geeinigt, der die Kosten für eine Neuanlage ermittelt, die „funktional und von der Größe her“ der jetzigen Sportanlage an der Kleinen Aller gleichzusetzen ist, welche dem Weiterbau der A 39 zum Opfer fallen würde. Inklusive Kyffhäuser-Heim samt der Schießstände.

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Schwierige Kostenschätzung

Die besagte Kostenschätzung ist laut Mittelstädt ein durchaus schwieriges Unterfangen. Vieles sei aufgrund von Gesetzen und der neuen Lage östlich von Bertrandt heute anders zu bauen, als die bestehenden Gegebenheiten es eigentlich vorgäben: vom eigenen Umkleideraum für Schiedsrichter oder einem Regenrückhaltebecken über Vorfluter und einem Zaun zur Sicherung des Geländes bis zu Ballfangzäunen ringsum. Es sei deshalb auch überhaupt nicht einzuschätzen, welche Summe das Gutachten am Ende ergeben werde.

Bei Uneinigkeit entscheidet richterliche Schiedsstelle

Und auch wenn weder die Landesbehörde noch die Gemeinde Tappenbeck ein Interesse daran hegen würden, sich nicht zu einigen, sei es wichtig, dass besagter Gutachter „vor Gericht zugelassen ist“. Denn wenn das Gutachten-Ergebnis nur einer der beiden Parteien nicht zusagt, lande die Angelegenheit vor einer richterlich geführten Schiedsstelle. Ansonsten gelte die Maßgabe, dass „innerhalb von drei Jahren“ nach Auszahlung der Geldmittel die neue Sportanlage fix und fertig sein muss.

Gemeinde hat vorgearbeitet und investiert

Wegen dieses zeitlichen Drucks – „drei Jahre klingt viel, ist es aber für so ein Projekt nicht“ – hat die Gemeinde schon kräftig vorgearbeitet und investiert. Ein Bodengutachten wurde ebenso erstellt wie ein Bebauungsplan aufgestellt und die Topographie des Areals festgehalten: „Jetzt wird ein Entwässerungskonzept erarbeitet“, berichtet Mittelstädt. Und man werde in diesem Jahr voraussichtlich noch „jede Menge mehr Geld ausgeben“.

Für die Gemeinde ist „noch ein bisschen mehr“ möglich

Beispielsweise für die Planer, deren Honorar sich bekanntlich nach den Gesamtkosten des Projekt bemisst. Die hat die Gemeinde beim Klageverfahren vorm Bundesverwaltungsgericht im Juni vergangenen Jahres schon auf 4,8 Millionen Euro geschätzt: „Und billiger geworden ist es seitdem nicht“, meint Mittelstädt. Außerdem könne die Gemeinde über die vermutlich oder hoffentlich fließenden Mittel im Rahmen der Baumaßnahme frei verfügen – was auch bedeutet, dass es ihr auch frei steht, mit eigenen Mitteln „noch ein bisschen mehr zu machen“.

Der A39-Neubau im Landkreis Gifhorn

Der Autobahn-Lückenschluss zwischen Lüneburg und Wolfsburg bringt Vorteile, aber auch Nachteile für die Region. Lesen Sie mehr:

* 30. Oktober 2019: Tappenbecker Rat stimmt Vereinbarungen für Sportanlagen-Neubau zu

* 28. Oktober 2019: Noch kein Urteil bei weiteren A39-Klagen

* 23. Oktober 2019: Neues Gutachten für Sportanlagen-Neuanlage

* 26. September 2019: Klagen gegen die A 39: Am 29. Oktober wird wieder verhandelt

* 12. Juli 2019: Stellungnahmen zum A39-Urteil

* 11. Juli 2019: Warum das Bundesverwaltungsgericht den Weiterbau verzögert

* 11. Juli 2019: Gericht stoppt Ausbau der Heideautobahn – vorerst

* 6. Juli 2019: Samtgemeinderat lehnt Tank- und Rastanlage bei Jembke ab

* 30. Juni 2019: Für Tappenbeck bahnt sich Positives an

* 22. Juni 2019: Was elf Klagen für den Weiterbau der A 39 bedeuten

* 29. April 2019: A39-Gegner fordern Neuberechnung der Kosten

* 16. April 2019: Diese Nachteile bringt der A 39-Bau für Tappenbeck

* 15. Juli 2018: Elf Klagen gegen Weiterbau der A39

* 22. Juni 2018: Tappenbeck klagt gegen Weiterbau der Autobahn 39

* 21. Juni 2018: Auch Jembke klagt gegen den A39-Weiterbau

* 7. Juni 2018: Grüne wollen Planungsstopp für Autobahn 39

* 4. Mai 2018: Beschluss zum A39-Bau unterzeichnet

* 29. September 2017: Anti-A39-Schilder einfach entfernt

* 18. August 2016: Behrens: „Die A39 ist eine weit gediehene Sache“

* 10. August 2016: Gemeinde kritisiert Bundes-Verkehrswege-Plan

* 23. November 2014: Großer Ansturm gegen A39-Planungen

* 6. Mai 2013: Grüne treffen sich mit Bürgerinitiative

* 23. September 2012: A39-Gegner bestärkt: Mehr als 500 Bürger protestieren gegen Rastplatz

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Von Jörg Rohlfs

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