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Boldecker Land Spatenstich für 40-Millionen-Euro-Projekt
Gifhorn Boldecker Land Spatenstich für 40-Millionen-Euro-Projekt
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20:00 06.06.2019
40-Millionen-Euro-Projekt: Sven Neumann (v.l.), Hans-Gerd Claus und Michael Schulz beim Spatenstich für das Fahrzeug-Emissions-Prüfzentrum in Tappenbeck. Quelle: privat
Tappenbeck

Bertrandt-Vorstand Hans-Gerd Claus sowie die beiden Bertrandt-Geschäftsführer Sven Neumann und Michael Schulz haben jetzt In Tappenbeck den symbolischen ersten Spatenstich für das Fahrzeug-Emissions-Prüfzentrum vorgenommen. Im September soll der Rohbau des 40-Millionen-Euro-Projekts fertig sein. Die Inbetriebnahme ist für Sommer 2020 vorgesehen.

Test auch für alternative Antriebskonzepte

Mit dem Bau legt Bertrandt den Grundstein für die Absicherung von Antriebskonzepten der Zukunft. Neben konventionellen Antrieben mit unterschiedlichen Kraftstoffen können künftig auch alternative Antriebskonzepte wie Hybrid- oder Elektroantriebe nach den neuesten Vorgaben getestet und abgesichert werden. Mit dem Bau reagiert Bertrandt auf den immer höher und komplexer werdenden Entwicklungs- und Prüfaufwand in der Automobilindustrie. „Wir erweitern damit unser Leistungsspektrum und können den Bedarf unserer Kunden optimal decken“, so Matthias Rühl, Fachbereichsleiter Powertrain/Fahrwerk bei Bertrandt.

Zweites Zentrum entsteht in Freising

Bereits im September soll der Rohbau des rund 5500 Quadratmeter großen Prüfzentrums fertig sein. Im Sommer 2020 startet die Produktivsetzung.

Konzept- und zeitgleich zu dem Bau in Tappenbeck entsteht ein zweites Prüfzentrum in Freising bei München. Im ersten Bauabschnitt gibt es an jedem Standort drei Allrad-Klima-Rollenprüfstände mit einer Systemleistung von 360 Kilowatt je Prüfstand. Alle Kammern können einen Temperaturbereich zwischen sieben Minus- und 35 Plus-Graden abdecken und Geschwindigkeiten bis zu 250 Stundenkilometer abbilden und verfügen über 80 Stellplätze im Inneren des Gebäudes, die auf Temperaturen zwischen minus 25 und plus 23 Grad konditionierbar sind. Die Fahrzeuge können somit schon vorab auf das Prüfverfahren vorbereitet werden.

Tempo 300 möglich

Eine Besonderheit an beiden Standorten ist der Rollenprüfstand mit Höhenkammer, in der Höhen von bis zu 4200 Metern simuliert sowie unterschiedliche Sonneneinstrahlungen abgebildet werden. Diese Prüfzelle ist als Hochleistungssystem mit 550 Kilowatt Nennleistung und einer maximalen Geschwindigkeit von bis zu 300 Stundenkilometern ausgelegt. Damit ist es möglich, auch Bergfahrten oder Heißland-Tests zu simulieren – Automobilhersteller müssen nicht mehr für jeden einzelnen Test in die spezifischen Länder fahren.

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