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Boldecker Land 557.000 Euro für Radweg ohne Radler?
Gifhorn Boldecker Land 557.000 Euro für Radweg ohne Radler?
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13:00 19.12.2019
Ein Radweg für die Umgehungsstraße: Das für 2022 geplante Projekt bei Weyhausen soll insgesamt 557.000 Euro kosten. Doch es gibt Zweifel am Sinn dieses Lückenschlusses. Quelle: Sebastian Preuß
Weyhausen

Die Planungen laufen und werden sich im neuen Jahr beschleunigen, der Bau soll 2022 erfolgen: Der Landkreis Gifhorn will dann für 557 000 Euro an der Ortsumgehung Weyhausen (K112) von der B188 bis zum Allerkanal einen straßenbegleitenden Radweg bauen. Der Radfahrerclub ADFC würde allerdings andere Projekte lieber verwirklicht sehen.

Von Fallersleben kommend gibt es entlang der Straße bis zum Allerkanal und damit Ortseingang Weyhausen einen straßenbegleitenden Radweg. Im Zuge der 1,9 Millionen Euro teuren Erneuerung der Fahrbahn will der Landkreis gleich die Radweg-Lücke bis zur B188 schließen. Diese Maßnahme steht laut Ersten Kreisrat Dr. Thomas Walter auf Platz 7 einer Rangliste aus 2010 und ist eine von drei noch nicht umgesetzten daraus.

ADFC schaut sich Situation vor Ort an

„Mehr als ein Lückenschluss ist das nicht“, sagt Wolfgang Harder. Der Kreisvorsitzende des Radfahrer-Clubs ADFC hat sich nach AZ/WAZ-Nachfrage die Situation vor Ort angeschaut. „Wer fährt dort lang?“, fragt er sich.

Das sind die bestehenden Alternativen

Wer von Osloß zum Beispiel über die Tangente zu VW oder nach Fallersleben radeln will, hat laut Harder zwei Alternativen: Er könne auf dem landschaftlich reizvolleren Weg entlang des Allerkanals zum bestehenden Radweg an der Kreisstraße fahren oder auf dem Mehrzweckstreifen der B188 nur wenige Hundert Meter weiter bis nach Weyhausen und durch den alten Ortskern und über die innerörtliche Fallersleber Straße. Dort fahre auch, wer von Bokensdorf nach Süden weiter wolle. Auch Schüler auf dem Weg von Osloß zum Weyhäuser Schulzentrum bräuchten den Radweg entlang der Weyhäuser Ortsumgehung wohl eher nicht.

Lieber andere Radwege bauen

Harders Fazit: „Er ist nicht unbedingt notwendig.“ Die 557.000 Euro (70.000 Euro Planungskosten, 487.000 Euro Baukosten) könnten sinnvoller eingesetzt werden. Wenngleich dort ein anderer Straßenbaulastträger, nämlich die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr zuständig wäre, wünschte sich der ADFC-Vorsitzende lieber einen Radweg entlang der B188 von Ahnsen nach Warmse. Und der Landkreis könnte so manchen touristischen Radweg damit verbessern.

Das sind die Kriterien des Landkreises

Walter räumt ein, dass lediglich zwei Punkte den Bau des Radwegs an der K112 rechtfertigten: Er wäre ein Lückenschluss, und auf der K112 sei viel Verkehr. „Die weiteren Kriterien wurden mit null bewertet.“ Zu jenen gehören unter anderem „Schülerverkehr“, „Versorgungsinfrastruktur“, „Freizeitinfrastruktur“ und „Alternative Routen“.

Dennoch spricht aus Sicht Walters noch ein ganz individueller Punkt für den Radwegebau: „Der separat geführte Radweg ist verkehrssicherer als die Führung des Radverkehrs auf der Innerortsstraße in Weyhausen.“

Von Dirk Reitmeister

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