Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Boldecker Land Grundschüler dürfen Eulenbabys anfassen
Gifhorn Boldecker Land Grundschüler dürfen Eulenbabys anfassen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:23 15.06.2019
Eulenberingung auf dem Hof Könecke: Die Grundschüler aus Wolfsburg hören genau zu, was Hans-Otto Kröger über die Schleiereulen berichtet. Quelle: Nick Heitmann
Osloß

Die Kinderaugen fangen an zu leuchten, als Hans-Otto Kröger von der Ornithologischen Arbeitsgemeinschaft Barnbruch (OAB) die erste kleine Schleiereule hervorholt. Bei der Frage, wer das Jungtier in die Hand nehmen möchte, gibt es unter den 23 Erst- bis Viertklässlern der Wolfsburger Laagbergschule kein Halten mehr. Viele Arme schießen in die Höhe. Die sogenannte Eulenberingung der OAB auf dem Hof der Familie Könecke in Osloß ist ein voller Erfolg. Für alle Seiten.

„Man schützt nur das, was man kennt“, sagt Horst Seeler. Er weiß, wovon er spricht. Seit 26 Jahren setzt sich der Sülfelder schon für Eulen ein. „Ihr Lebensraum schwindet, die großen Baugebiete nehmen ihnen die Jagdgebiete weg.“ In Osloß hat er auch Nicole Schaa an seiner Seite, nach Seelers Einführung trägt die Wolfsburger Autorin ihr Gedicht „Eulenzauber“ vor. „Ich habe es eigens für die OAB geschrieben“, so Schaa. „Es ist etwas fürs Herz.“

Die Ornithologische Arbeitsgemeinschaft sucht stets Helfer

Auch für sie sind die nachtaktiven Vögel eine Herzensangelegenheit. „Als Kind durfte ich ein Schleiereulen-Pärchen pflegen. Dieses Erlebnis habe ich nie vergessen.“ Seit einiger Zeit unterstützt sie die OAB tatkräftig in Sachen Öffentlichkeitsarbeit. Schaa: „Es werden immer Menschen gesucht, die helfen.“

Das kann Seeler nur bestätigen. „Unsere Kernmannschaft besteht aus 15 Leuten, das ist zu wenig.“ Schließlich gilt es, sich um über 500 Nistkästen zu kümmern. Der in Osloß hängt schon seit 36 Jahren. „Manchmal nisten darin auch Turmfalken“, sagt Torsten Könecke. „Meist sind es aber wie in diesem Jahr Eulen.“

Ein Metallring als „Personalausweis“ für die Schleiereulen

Von ursprünglich acht Jungtieren leben noch sechs. Sie sind zwischen sechs und sieben Wochen alt, werden von Kröger fachmännisch beringt. Das heißt: Sie erhalten einen Metallring, in dem unter anderem eine laufende Nummer eingestanzt ist. „Daran können wir etwa erkennen, wie alt sie sind und wie weit sie wandern“, so Seeler.

Die Schüler sehen und hören interessiert zu, stellen sich brav an, um ein Jungtier in den Händen halten zu dürfen. „Das fühlt sich klasse an, ganz weich und flauschig“, schwärmt die neunjährige Leticia. Ein Erlebnis, das Seeler noch mehr Kindern wünscht: „Es ist schade, dass Lehrer nicht häufiger mit ihren Klassen in die Natur gehen.“

Von Nick Heitmann

Großer Einsatz am Dienstag in Weyhausen: Die Retter rückten aus zu einem Dachstuhlbrand in der Straße Im Winkel. Bei Schweißarbeiten hatte sich die Dachhaut entzündet.

11.06.2019

Diese Veranstaltung haben schon Generationen von Feuerwehrleuten genossen: Seit 1971 startet an einem See bei Bokensdorf das Pfingstzeltlager der Fallersleber Feuerwehrjugend. Landwirt Karl Ramme stellt dafür sein Areal zur Verfügung – zum Treffen am „Lago di Ramme!“.

13.06.2019
Boldecker Land 20-Jähriger fällt mit unsicherer Fahrweise auf - Polizei stoppt Drogenfahrt in Jembke

Die Polizei stoppte am Sonntag einen 20-Jährigen in Jembke. Seine Fahrweise war aufgefallen. Der Grund stand schnell fest.

10.06.2019