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Boldecker Land Diese Nachteile bringt der A 39-Bau für Tappenbeck
Gifhorn Boldecker Land Diese Nachteile bringt der A 39-Bau für Tappenbeck
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15:58 16.04.2019
Tappenbeck: Der Gemeinderat hat über die Auswirkungen des A 39-Weiterbaus beraten – unter anderem muss das Sportgelände verlegt werden. Quelle: Burkhard Heuer
Tappenbeck

Mit Spannung blicken viele Tappenbecker dem 25. und 26. Juni entgegen. Dann werden vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig die Einwendungen gegen den Weiterbau der A 39 erörtert. „Die Gemeinde ist von dem Autobahnprojekt in der jetzigen Linienführung, negativ betroffen“, erklärte Bürgermeister Ronald Mittelstädt (WTB) am Montag im Gemeinderat.

Diese Nachteile bringt der A 39-Weiterbau für Tappenbeck

Beispielsweise müsse die Sportanlage verlegt werden, das Baugebiet werde belastet, geplante Ausgleichsflächen könnten nicht realisiert werden. „Die Nähe der Autobahn zum Dorf – es sind teilweise nur 50 bis 80 Meter bis zur Ortsgrenze – bringt uns eigentlich nur Nachteile“, so Mittelstädt.

Weitere Artikel: Das bedeutet der A 39-Bau für Tappenbeck

19. Januar 2019: Termin vorm Bundesverwaltungsgericht Ende Juni

22. Juni 2018: Tappenbeck klagt gegen Weiterbau der Autobahn 39

25. April 2017: Gemeinde pocht weiter auf komplette Entschädigung für Sportanlage

18. Dezember 2014: A39-Verfahren: 812 Einwendungen abgegeben

7. September 2012: Rasthof bietet Platz für 260 Fahrzeuge

Gemeinsam mit dem Gemeinderat Jembke und privaten Klägern ist den Tappenbeckern besonders die geplante Raststätte, die allein 21 Hektar Areal in Anspruch nehmen wird, ein Dorn im Auge. Für die Planer wäre es ein Leichtes gewesen, so meint man in Tappenbeck, diese gigantische Raststätte weiter in Richtung Ehra zu verlegen, wo ausreichend Flächen zur Verfügung stünden. Für Ärger sorgt auch die Veränderungssperre, die die Straßenbaubehörde über ein großes Areal im Bereich Tappenbeck und Jembke verhängt hat.

Umfrage zu Seniorenheim im Boldecker Land

Bereits zuvor hatte Bürgermeister Mittelstädt über eine Umfrage in den Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde Boldecker Land berichtet. Einwohner ab 50 Jahren werden um ihre Meinung gebeten, ob sie schon jetzt oder für später den Umzug in eine Wohnanlage, eventuell mit Pflege, planen. Falls die Rückmeldungen entsprechenden Bedarf beispielsweise an Ein- oder Zwei-Personen-Appartements aufzeigen, würden die sechs Gemeinden des Boldecker Landes weitere Schritte einleiten. Dabei sei völlig offen, ob ein privater Investor oder eine Gemeinde als Bauherr auftritt. Antworten werden bis zum 30. April erbeten.

Weitere Themen im Gemeinderat

Im weiteren Verlauf gab es nur einstimmige Entscheidungen. Die zweite Satzungsänderung für das Baugebiet Tappenbeck-Süd wurde beschlossen, der Haushalt 2019 bewilligt und eine Vereinbarung mit den Wolfsburger Entwässerungsbetrieben (WEB) abgenickt: Dabei geht um das Grundstück für ein Pumpwerk, das für die Zukunftsplanungen der Entwässerung unerlässlich ist. Die WEB haben vor, sämtliche Abwässer aus der Region zukünftig dem Klärwerk am Stahlberg in Brackstedt zuzuführen und sie hier zu verarbeiten.

Von Burkhard Heuer

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