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Boldecker Land Bürger kritisieren „Eichen-Kahlschlag“ vor Oberschule
Gifhorn Boldecker Land Bürger kritisieren „Eichen-Kahlschlag“ vor Oberschule
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12:30 11.03.2018
Kritik: Gegen die geplante Fällung von Eichen für den Umbau des Busknotenpunkts in Weyhausen formiert sich Widerstand.
Kritik: Gegen die geplante Fällung von Eichen für den Umbau des Busknotenpunkts in Weyhausen formiert sich Widerstand.  Quelle: Jörg Rohlfs
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Weyhausen

 „Man hat die schlimmste aller Varianten gewählt“, sagt Heiner Tuchtenhagen über das Vorhaben, für den neuen Busknotenpunkt vor der Oberschule Weyhausen einen „Kahlschlag“ an den Eichen vorzunehmen.

Er und viele andere Weyhäuser seien mit diesen Bäumen „aufgewachsen und jetzt sollen sie einfach weg“, so Tuchtenhagen, der sich am Montag mit weiteren Gegnern der Aktion vor Ort traf, um „friedlichen Protest“ zu üben. Am Dienstag ab 18 Uhr ist ein Treffen im Heim des Elferrats, bei dem „weitere Maßnahmen“ beraten werden sollen. Am Mittwoch beginnen die Vorbereitungen für die Fällungen: Die Gemeinde habe die Pläne nicht öffentlich genug gemacht, „bricht jetzt die Sache übers Knie und sucht nicht nach Möglichkeiten, die Bäume zu erhalten.“ Dabei habe man noch Zeit bis zum Jahr 2022.

Bürgermeisterin: Nur eine Variante umsetzbar

„Es gab fünf Varianten, alle wurden geprüft, nur eine war umsetzbar“, sagt Bürgermeisterin Gaby Klose. Die Busse müssten an dieser Stelle wenden können. Man habe sich die jetzige Entscheidung auch nicht leicht gemacht, nutze nun aber den gesetzlichen Zwang, an Bushaltestellen Barrierefreiheit herzustellen, um „für die Kinder dort endlich die nötige Sicherheit schaffen zu können“. Erste Planungen – die sich nicht von den jetzigen unterschieden, habe es bereits 2009 gegeben. Übers Knie breche man die Sache auch nicht, sondern halte Regeln ein, die Baumfällungen in der bald beginnenden Brut- und Setzzeit untersagen: „Bewilligte Fördermittel werden nur gezahlt, wenn der Umbau bis Ende des Jahres fertig ist“, so Klose.

Auch von einem Kahlschlag vor der Schule könne nicht die Rede sein: „Insgesamt werden 17 Eichen gefällt, also etwa die Hälfte des Bestands.“ Die gesamte Maßnahme werde von der Unteren Naturschutzbehörde begleitet. Die habe unter anderem festgelegt, dass Neuanpflanzungen von Eichen und Buchen im Verhältnis 1:3 erfolgen müssen.

Von Jörg Rohlfs

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