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Boldecker Land Auch Jembke klagt gegen den A39-Weiterbau
Gifhorn Boldecker Land Auch Jembke klagt gegen den A39-Weiterbau
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22:03 21.06.2018
Nun sind's schon zwei: Auch die Gemeinde Jembke will Klage gegen den Bau der A 39 einreichen. Quelle: Burkhard Heuer
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Jembke

Bürgermeisterin Susanne Ziegenbein (CDU) sprach von einer letzten Möglichkeit, vor allem die in Nähe des Ortes geplante Tank- und Rastanlage zu verhindern und einen verbesserten Lärmschutz zu erreichen. Lars Riemenschneider (CDU) erinnerte an ein Votum der Bevölkerung. Die habe sich zwar nicht grundsätzlich gegen die verlängerte Autobahn und damit für die Entlastung der Ortsdurchfahrt ausgesprochen, allerdings eindeutig die Rastanlage abgelehnt.

Kleiner Weg spielt große Rolle

Nach Tappenbeck will nun also Jembke einen Rechtsanwalt einschalten. Wobei ein kleiner Weg eine große Rolle spielen dürfte. Der nämlich – bislang nur Landwirten und Spaziergängern bekannt – führt vom Jembker Areal direkt durch das Gebiet, auf dem die Rastanlage entstehen soll. Allein dieser Weg sorge dafür, dass Belange der Gemeinde unmittelbar betroffen seien. „Das ist unsere Chance, die wir ergreifen müssen“, mahnte Bürgermeisterin Ziegenbein. „Wenn nicht jetzt, dann haben wir nicht gekonnt und nicht gewollt.“

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Ob die Klage Erfolg haben wird, weiß derzeit niemand. Am Mittwoch war zudem nicht bekannt, ob die Samtgemeinde Boldecker Land insgesamt sich den beiden klagenden Gemeinden anschließt. Nach ersten Schätzungen wird Jembke für die Klage etwa 25.000 bis 30.000 Euro bereitstellen müssen.

Ampelanlage am Kindergarten

Und in einem weiteren Punkt muss sich Jembke in Geduld üben. Ursprünglich hatte man geplant, in diesem Jahr die Fußwege der Hoitlinger Straße zu sanieren. Fördermittel aus dem Dorferneuerungsprogramm sollten dafür abgerufen werden. Doch es fand sich keine Firma, die den Auftrag übernehmen wollte. So beschloss der Gemeinderat, in Höhe Turnhalle/Kindergarten zunächst einmal die Ampelanlage als Fußwegsicherung zu installieren. „Diese Maßnahme für die Sicherheit der Kinder duldet keinen Aufschub“, sagte Kristina Reckel (WGJ).

Von Burkhard Heuer

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