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Boldecker Land A-39-Bau: Tappenbecker Rat stimmt Vereinbarungen für Sportanlagen-Neubau zu
Gifhorn Boldecker Land A-39-Bau: Tappenbecker Rat stimmt Vereinbarungen für Sportanlagen-Neubau zu
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07:33 30.10.2019
Weiterbau der A39: Der Gemeinderat Tappenbeck beschäftigte sich erneut mit dem Thema Sportanlagen-Neubau. Quelle: Christian Albroscheit Archiv
Tappenbeck

Während der öffentlichen Ratssitzung am Montagabend herrschte Zufriedenheit zur A39-Sportanlagen-Vereinbarung mit der Landesbehörde : „Das ist sehr positiv“ – sehr positiv sei aber auch, wie „gut und transparent der Rat damit umgegangen ist“, lobte dessen Mitglied Rouven Wessel, der sich auch im Begleitausschuss A 39 engagiert.

„Positiv gemeinsam gearbeitet“

Bei den „diversen Gesprächen“ und Telefonkonferenzen sei „viel Zeit investiert“ worden und man habe im Gemeinderat „positiv gemeinsam gearbeitet“. Zuvor hatte Bürgermeister Ronald Mittelstädt noch einmal die Vorgeschichte der Vertragsunterzeichnung mit der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr zusammengefasst, die Mitte Oktober in Wolfenbüttel erfolgte.

Richterlicher Rat

Demnach hatte bei der Verhandlung der Klagen gegen den Bau der A 39, Abschnitt 7, Ende Juni vorm Bundesverwaltungsgericht in Leipzig der vorsitzende Richter den beiden Parteien bereits nahe gelegt, sich außergerichtlich zu einigen, da seinerzeit keine Einigung über die voraussichtlichen Kosten für den Neubau der Anlage des SV Tappenbeck erzielt werden konnte.

„Harren jetzt der Dinge“

Wolfenbüttel hatte 1,745 Millionen Euro geboten – wir brauchen aber 4,8 Millionen“, so Mittelstädt während der Ratssitzung. Nun werde „so schnell wie möglich“ der Anwalt der Gemeinde gemeinsam mit der Behörde „ein oder zwei Fachgutachter – für Hochbau und Sportstättenbau – suchen, um eine Kostenschätzung vorzunehmen. Die Gemeinde hoffe aufgrund der neuen Kostenschätzung auf eine „ungleich günstigere Angebotssituation. Wir harren jetzt der Dinge, die da kommen“, erklärte Mittelstädt.

Rechtsbeistand behalten

Im Anschluss fasste der Rat einstimmig im Nachhinein den offiziellen Beschluss zur Annahme des Vertrags (der vorher intern bereits abgestimmt war). Ebenfalls einstimmig wurde die Weiterverpflichtung des bisherigen Rechtsbeistands beschlossen, der „jetzt eigentlich aus dem Geschäft raus ist“, wie Mittelstädt ausführte. Das Verfügen über einen Anwalt könne „sinnvoll sein, bei Formalien und wenn die Gutachten auf dem Tisch liegen“, aber auch, wenn trotzdem keine Einigung erzielt werde und die Angelegenheit dann bei der Schlichtungsstelle lande.

B-Plan modifiziert

Einigkeit herrschte im Rat auch zu einer Änderung im B-Plan Tappenbeck Süd: „Da sind Kleinigkeiten nicht rund gelaufen“, erklärte der Bürgermeister. Demnach durften Anlieger des Mühlenwegs, die bei der Grundstücksvergabe jeweils einen 7,5 Meter breiten Streifen Land zugekauft hatten, dort nichts bauen. Weder Carport noch Gartenhäuschen. Gleiches galt für den rückwärtigen Teil der Grundstücke künftiger Bauherren am südlichen Ende des Gebiets – mit dem Beschluss wurde dies geändert und damit „aktuellen Vorgaben“ angepasst.

Noch ein Gutachten

Mittelstädt teilte ferner mit, dass mit der Samtgemeinde ein städtebaulicher Vertrag zur Errichtung einer Kita/Krippe in dem Gebiet geschlossen worden sei. Und: Ein neues Gutachten habe ergeben, dass „auch eine andere Vorgehensweise der Gemeinde bei der Straßenentwässerung nicht dafür gesorgt hätte“, dass beim Starkregen im Sommer 2017 Grundstück und Keller eines Tappenbeckers im Südosten der Gemeinde „nicht abgesoffen wären“.

Der A39-Neubau im Landkreis Gifhorn

Der Autobahn-Lückenschluss zwischen Lüneburg und Wolfsburg bringt Vorteile, aber auch Nachteile für die Region. Lesen Sie mehr:

* 28. Oktober 2019: Noch kein Urteil bei weiteren A39-Klagen

* 23. Oktober 2019: A 39-Bau: Neues Gutachten für Sportanlagen-Neuanlage

* 26. September 2019: Klagen gegen die A 39: Am 29. Oktober wird wieder verhandelt

* 12. Juli 2019: Stellungnahmen zum A39-Urteil

* 11. Juli 2019: Warum das Bundesverwaltungsgericht den Weiterbau verzögert

* 11. Juli 2019: Gericht stoppt Ausbau der Heideautobahn – vorerst

* 6. Juli 2019: Samtgemeinderat lehnt Tank- und Rastanlage bei Jembke ab

* 30. Juni 2019: A39: Für Tappenbeck bahnt sich Positives an

* 22. Juni 2019: Was elf Klagen für den Weiterbau der A 39 bedeuten

* 29. April 2019: A39-Gegner fordern Neuberechnung der Kosten

* 16. April 2019: Diese Nachteile bringt der A 39-Bau für Tappenbeck

* 15. Juli 2018: Elf Klagen gegen Weiterbau der A39

* 22. Juni 2018: Tappenbeck klagt gegen Weiterbau der Autobahn 39

* 21. Juni 2018: Auch Jembke klagt gegen den A39-Weiterbau

* 7. Juni 2018: Grüne wollen Planungsstopp für Autobahn 39

* 4. Mai 2018: Beschluss zum A39-Bau unterzeichnet

* 29. September 2017: Anti-A39-Schilder einfach entfernt

* 18. August 2016: Behrens: „Die A39 ist eine weit gediehene Sache“

* 10. August 2016: A39: Gemeinde kritisiert Bundes-Verkehrswege-Plan

* 23. November 2014: Großer Ansturm gegen A39-Planungen

* 6. Mai 2013: A39-Bau: Grüne treffen sich mit Bürgerinitiative

* 23. September 2012: A39-Gegner bestärkt: Mehr als 500 Bürger protestieren gegen Rastplatz

Von Jörg Rohlfs

Das Bundesverwaltungsgericht verhandelt weitere Klagen gegen A39-Weiterbau von Wolfsburg nach Ehra-Lessien. Am Dienstag ging es um die Einsprüche von Privatpersonen. Entscheidungen wurden noch nicht verkündet.

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