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Boldecker Land A39-Gegner fordern Neuberechnung der Kosten
Gifhorn Boldecker Land A39-Gegner fordern Neuberechnung der Kosten
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18:15 29.04.2019
Weiterbau der A39: Autobahngegner fordern eine schnelle Neuberechnung der Kosten. Quelle: Sebastian Bisch
Kreis Gifhorn

Gegner des Baus der Autobahn 39 durch die Lüneburger Heide haben eine Neuberechnung der Baukosten und der Wirtschaftlichkeit des Projekts gefordert. Vor der Verhandlung des Bundesverwaltungsgerichts über die Genehmigung für einen ersten Abschnitt der Autobahn zwischen Wolfsburg und Lüneburg müsse das Bundesverkehrsministerium eine aktuelle Berechnung des Kosten-Nutzen-Verhältnisses vorlegen, forderte der Landesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz Niedersachsen (LBU) am Montag. Es gebe zahlreiche Hinweise, dass wegen gestiegener Baukosten die A39 inzwischen volks- und regionalwirtschaftlich unsinnig sei.

Bundesverwaltungsgericht verhandelt Klagen

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig will am 25. und 26. Juni über die Klagen gegen den ersten A39-Abschnitt zwischen Wolfsburg und Ehra-Lessien im Kreis Gifhorn verhandeln. Dagegen liegen elf Klagen vor. Eine stammt vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) Niedersachsen, zwei von den Anliegergemeinden Tappenbeck und Jembke sowie acht von Privatpersonen.

Die Kostenentwicklung für den A39-Bau

Laut LBU sind die Kosten für das Autobahnprojekt von 0,44 Milliarden Euro im Jahr 2003 auf 0,99 Milliarden Euro (2012) und schließlich 1,1 Milliarden Euro (2015) gestiegen. Bei Fortdauer dieser aktuellen Kostensteigerungen um jährlich etwa 0,1 Milliarden Euro – so LBU-Vertreter Niemann - dürften die Investitionskosten der A 39 bis 2020 schon auf etwa 1,6 Milliarden angestiegen sein.

Daraus zieht der LBU das Fazit, dass das Nutzen-Kosten-Verhältnis deutlich unter 1,0 liegen dürfte – und die A 39 damit unwirtschaftlich sei.

Von unserer Redaktion