Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Sanitär, Heizung, Klima & Fliesenleger Mit Kommunikation und Geschick zum Erfolg
Anzeigen & Märkte Themenwelten Zukunft Handwerk Sanitär, Heizung, Klima & Fliesenleger Mit Kommunikation und Geschick zum Erfolg
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:57 03.06.2017

„Von der Trinkwasserinstallation bis zur Heiztechnik, von industriellen Anlagen bis zu Solarthermie, von Energieeffizienz bis Komfort umfasst das Gewerk alles, was mit der Sanitär- und Heizungsinstallation im Wohnhaus sowie in öffentlichen oder gewerblichen Bauten zu tun hat“, erklärt Michael Bitterhoff, Obermeister der Innung der Sanitär-, Heizung- und Metallbautechnik Wolfsburg und Inhaber der Firma Bauder & Sohn.

„Unsere Mitarbeiter installieren Trinkwasser- und Schmutzwassersysteme, bauen Waschbecken, Duschkabinen, Toiletten und sonstige Sanitäranlagen und schließen diese an. Außerdem montieren unser Kollegen Heizungssysteme, stellen Heizkessel auf und nehmen sie in Betrieb“, berichtet der Obermeister.

Aus eigener Erfahrung weiß der Meister, dass jeder Tag neue Herausforderungen bietet. „Man muss auf die Kundenwünsche und -bedürfnisse eingehen, Lösungen finden und gemeinsam mit Kollegen und anderen Gewerken zusammenarbeiten. Das Resultat am Ende belohnt unsere Arbeit und motiviert für neue Aufgaben!“

Wer sich für den Beruf interessiert,sollte vor allem handwerkliches Geschick, Auge-Hand-Koordination, Körperbeherrschung und Schwindelfreiheit mitbringen. „Um Kundengespräche abwickeln zu können, sollten potenzielle Bewerber außerdem kommunikativ und freundlich sein“, so Bitterhoff. Auf jeden Fall sei der Beruf zukunftsträchtig. „Die Branche boomt“, weiß der Obermeister. „Im vergangenen Jahr haben die Fachbetriebe des Sanitär-, Heizungs- und Klimahandwerks rund eine halbe Million Bäder und Heizungen saniert. Und aufgrund der geforderten energetischen Sanierung von Gebäuden ist auch weiterhin mit einer stabilen Auftragslage zu rechnen!“

Nach einer erfolgreich abgeschlossenen Berufsausbildung tun sich, je nach persönlicher Neigung, vielfältige Karrierewege auf: Von Weiterbildungsmöglichkeiten zum Techniker oder Meister bis hin zum Studium ist alles möglich. Damit Interessierte sich einen umfassenden Überblick verschaffen und in den Beruf reinschnuppern können,empfiehlt der Obermeister immer ein Praktikum: „So hat man die Möglichkeit, mit Monteuren zu sprechen und sich ein umfassendes Bild vom Arbeitsgebiet zu machen!“

Hier wird das Bad erst zum Bad gemacht

Als optisches Highlight, rutschhemmende Oberfläche oder als spritzwasserresistente Beschichtung haben Fliesen und Mosaike lange den Ruf von einfachen Kacheln der 70er-Jahre abgelegt. Heute werden Fliesen in allen möglichen Farben, Formen und Materialien immer beliebter. „Der Fliesenleger ist derjenige,der das Bad erst zum Badezimmermacht“, bringt es Matthias Schultz, stellvertretender Kreishandwerksmeister und Inhaber des Sanitär- Heizung- und Fliesenmeisterbetriebes Hartmannin Wolfsburg, auf den Punkt.

„Durch den gezielten Einsatz von unterschiedlichen Fliesenformaten, Bordüren,Schmuckfliesen und Mosaiken ist er quasi der Designer des Bades!“ Fliesenleger sind nicht nur in Einfamilienhäusern,sondern auch in Schwimmbädern, Krankenhäusern und überall unterwegs, wo Fliesen eine freundliche und individuelle Umgebung schaffen sollen, so der Firmenchef.

Hier gestalten sie Wand- und Bodenflächen innerhalb und außerhalb von Gebäuden, beispielsweise mit keramischen Boden- und Wandbelägen, Natursteinen oder Betonwerksteinplatten. Sie stehen jeden Tag vor neuen Herausforderungen, wenn sie mit Kunden im Gespräch klären, was ästhetisch ansprechend und technisch machbar ist.

Ist der Auftrag definiert, richten sie die Baustelle ein, fertigen Materialberechnungen an, bearbeitenden Untergrund und stellen Dämm- und Sperrschichten her. Dann verlegen sie die Platten, Fliesen oder Mosaike mit Mörtel und Spezialklebern und füllen die Fugen auf. „Wer eine Ausbildung in diesem Gewerk anstrebt, sollte ein gewisses mathematisches Verständnis,räumliches Vorstellungsvermögen und Kreativität mitbringen“, erklärt Schulz.

„Außerdem sind kommunikative Fähigkeiten von Vorteil: Kommunikation ist nicht nur im Kundengespräch, sondern auch zwischen den Absprachen mit anderen Gewerken entscheidend!“ Nach abgeschlossener Ausbildung und ein wenig Berufspraxis tun sich zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten auf.

So könne man beispielsweise als Techniker in der Fachrichtung Bautechnik oder Steintechnik durchstarten oder durch eine Meisterfortbildung Führungsaufgaben, eine Betriebsgründung oder ein Studium des Bauingenieurwesens oder der Architektur anstreben. Zukunftsträchtig ist der Beruf allemal.

„Die Tatsache, dass der Deutsche durchschnittlich zwei Stunden pro Tag im Bad verbringt, beweist, dass dieser Raum an Gewichtung gewonnen hat“, so der Unternehmer. „Der Kunde möchte sich wohlfühlen und ist entsprechend bereit, in eine kleine Wohlfühl-Oase zu investieren.“