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Dachdecker, Zimmerer, Maurer & Steinmetze Große Vorteile bei der Jobsuche: Handwerk ist weltweit anerkannt
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23:15 19.05.2017

Er habe sich schon als Kind gern auf Aktivspielplätzen bewegt und sich für verschiedene Werkstoffe interessiert, so der Unternehmer. Und auch sein Sohn Carlo studiert mittlerweile das Bauingenieurwesen, nachdem er vor kurzem seine Lehre als Maurer erfolgreich abgeschlossen hat.

„Baukräfte werden immer begehrt sein, denn Häuser werden vermutlich immer gebaut.“ Nach der Ausbildung eröffnen sich interessante Perspektiven
für Maurer: Geselle, Polier oder – mit dem Meisterbrief in der Tasche – ein Architekturoder Bauingenieur- Studium auch ohne Abitur! Huhnholz
selbst war nach Abschluss seiner Lehrzeit für drei Jahre und einen Tag auf Wanderschaft.

„Ich wollte einfach einmal über den Tellerrand schauen.“ Und eine Erkenntnis brachte er von seinen Wanderjahren mit: „Deutsches Handwerk ist sehr anerkannt, das bringt große Vorteile bei der Jobsuche weltweit!“

Künstlerisch und abwechslungsreich

Zahlreiche Pyramiden im alten Ägypten und fulminante Bauwerke wie der Kölner Dom zeugen davon, dass der Beruf des Steinmetzes zu den ältesten überhaupt gehört. „Der Beruf ist sehr künstlerisch und ebenso abwechslungsreich und immer wieder eine Herausforderung“, schwärmt Steinmetzmeister
Stefan Carl, Geschäftsführer der Capro Marmor-Design GmbH.

Der Steinmetz spaltet, schleift und poliert Stein jeder Art, vom Naturwerkstein bis zum Betonwerkstein, mit Werkzeugen und Maschinen zu kleinen und großen „Kunstwerken“.

Während der Ausbildung lernt man nicht nur zahlreiche handwerkliche Fähigkeiten, sondern auch das Anfertigen von Skizzenzeichnungen. „Um Steinmetz werden zu können, braucht man keinen speziellen Schulabschluss, allerdings wären Fingerspitzengefühl, räumliches Denkvermögen und ein ausgeprägter Sinn für Ästhetik von Vorteil“, so Carl. „Um zu erkennen, ob der Beruf der richtige ist, empfehle ich jedem ein Praktikum – und das ist in fast jedem Betrieb nach Absprache möglich!“ Auf jeden Fall sei der Beruf einer mit Zukunft, schließlich liegen Natursteine immer im Trend.

Der Zimmerer arbeitet jeden Tag mit dem nachwachsenden Rohstoff Holz. „Unsere Tätigkeiten reichen von der Herstellung von Dachstühlen, Terrassenüberdachungen, Wintergärten und Carports über den Einbau von Gauben, Erkern und Dachflächenfenstern bis hin zur Erstellung kompletter Gebäude in Holzbauweise sowie deren Ausbau, Umbau und Aufstockung“, so Zimmermeister Thorsten Stielau.

„Darüber hinaus sind wir aber auch gefragt in Sachen Sanierung, Modernisierung und Denkmalschutz.“ Der Umgang mit diversen Werkzeugen, Maschinen und Anlagen sowie der zukunftsorientierte Wandel bei der EDV-gestützten Konstruktion lassen ein großes Aufgabenpotenzial erahnen. „Zimmerer müssen bei komplizierten Bauplänen durchblicken und sich die Zeichnungen räumlich vorstellen können.

Darüber hinaus sollten sie natürlich keine Höhenangst haben“, schmunzelt Stielau. Interessierten empfiehlt er unbedingt ein Betriebspraktikum.
„Dann spürt man sofort, ob einem der Beruf zusagt. Ich habe damals auch ein Praktikum gemacht, und wusste, es ist mein Traumberuf“, erzählt Stielau. „Denn ein Arbeitsplatz in luftiger Höhe lässt sich mit keinem anderen vergleichen!“

Arbeiten in schwindelerregender Höhe

Als Dachdecker wiederum ist man eine gefragte Fachkraft und kompetenter Ansprechpartner vom Keller bis zur Dachspitze. Wer Dachdecker werden will, sollte sich darüber bewusst sein, dass er auch mal in schwindelerregenden Höhen arbeiten muss. Darüber hinaus sollte er natürlich handwerkliches Geschick, eine schnelle Auffassungsgabe und ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen mitbringen.

Ein Praktikum kann da Aufschluss bringen. Heute ein Flachdach, morgen der Ausbau eines Dachgeschosses mit Wärmedämmung. Dann eine Solaranlage oder eine Dachbegrünung. Auf der nächsten Baustelle eine tolle Fassadenbekleidung oder eine kleine Reparatur an Regenrinne oder Schornstein – die Tätigkeiten sind abwechslungsreich.

Ebenso vielfältig sind die Materialien, mit denen sie umgehen können. Denn Dächer kann man mit Dachplatten, Schindeln, Schiefer, Ziegeln, aber auch mit Reet und Metall decken. Nach der Lehrzeit kann der Geselle dann selber die Weichen für sein weiteres berufliches Leben stellen. Generell kann man als Auszubildender im Dachdeckerhandwerk gelassen in die Zukunft blicken: Die Tätigkeiten auf dem Dach können nicht durch Maschinen ersetzt werden.