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23:09 26.03.2020

Die Wohnung nur im Notfall verlassen, Menschenansammlungen vermeiden und auch das Einkaufen auf ein Mindestmaß reduzieren. Die Vorsichtsmaßnahmen gegen das Corona-Virus sind hoch. Doch es gibt Menschen, die sich täglich aufs Neue der Gefahr von Covid-19 aussetzen müssen: Niedergelassene Hausärzte samt Personal. „Wenn Patienten zu uns mit grippalen Infekten in die Praxen kommen, können wir mit bloßem Auge nicht erkennen, ob es sich um einen einfachen Infekt, eine echte Grippe oder gar um das Corona-Virus handelt“, erklärt Dr. med. Carsten Gieseking vom Landesverband Braunschweig des Deutschen Hausärzteverbandes. Zu unterschiedlich ausgeprägt seien die Symptome, Gewissheit könne letztlich nur ein spezieller Test bringen.

 

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Um die Ansteckungsgefahr für das Praxis-Personal einzugrenzen, wendet sich der Landesverband der Hausärzte jetzt mit einem besonderen Anliegen an die Bevölkerung: Der Verband ruft Handwerker, Hobbybastler und Privatleute auf, handelsübliche Schutzmasken an Arztpraxen zu spenden. „Wir stehen mit dem Rücken an der Wand, da in niedergelassenen Arztpraxen nicht genügend Atemmasken zur Verfügung stehen, um das Personal vor dem hochinfektiösen Covid-19-Virus zu schützen“, bringt es Gieseking auf den Punkt.

 

Schließlich werde das Corona-Virus ähnlich wie die Grippe durch Tröpfcheninfektion übertragen. Vor allem Händekontakt, Anhusten, Sekrete oder Schnupfen, aber auch schon beim Sprechen kann das Virus übertragen werden. „Insofern ist eine Ansteckung in der Arztpraxis grundsätzlich gegeben. Deshalb gilt: Jede Maske ist besser als keine Maske!“

 

Da im Handel allerdings keine Schutzmasken mehr zu bekommen sind und auch nicht so schnell nachproduziert werden können, sei jetzt die Bevölkerung gefragt. „Wir hoffen darauf, dass uns Handwerker oder Privatleute unterstützen können und sämtliche ungebrauchte Masken an die Leute zu spenden, die täglich schutzlos dem Virus ausgesetzt sind“, bittet der Hausarzt.

 

Jede Maske, egal ob einfacher Atemschutz oder FFS2-Standard kann in allen Hausarztpraxen in Niedersachsen abgegeben werden. Dankbar ist ihr Hausarzt auch für Schutzanzüge.

Selbstverständlich gilt auch hier: Nicht einfach in die Praxis kommen, sondern vorher mit der jeweiligen Praxis telefonisch Kontakt aufnehmen.

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