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Glasfaser in Wolfsburg Einhellige Meinung beim WAZ-Expertenforum: „Ohne Glasfaser geht es nicht“
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Einhellige Meinung beim WAZ-Expertenforum: „Ohne Glasfaser geht es nicht“

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16:06 16.07.2021

#WolfsburgDigital nennt sich die Initiative, mit der sich die Stadt Wolfsburg auf den Weg zur Modellstadt für Digitalisierung und Elektromobilität macht. Gemeinsam mit der Volkswagen AG sollen in zehn Themenfeldern Projekte entwickelt werden, die die Steigerung der Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger sowie der Gäste der Stadt und die Zukunftssicherung Wolfsburgs als Wirtschaftsstandort in den Mittelpunkt stellen. Zentrales Thema dabei ist der Glasfaserausbau, denn: „Ohne Glasfaser geht es nicht“, waren sich auch die Beteiligten des jüngsten Glasfaser-Expertenforums auf Initiative der Stadtwerke Wolfsburg, der WOBCOM sowie der WAZ und mit Unterstützung des Straßenbauunternehmens Meyer im Nordkopf-Tower einig. Schließlich seien die bisherigen Kupferkabel den neuen Herausforderungen in Form von erheblich größeren Datenmengen, die über die Netze versendet und empfangen werden, auf lange Sicht keinesfalls gewachsen.

Hier können Sie sich das Expertenforum als Aufzeichnung ansehen:

Perfektes Zusammenspiel

„Umso größer ist daher der Druck, den Glasfaser-Ausbau in und um Wolfsburg voranzutreiben“, sagte Stadtwerke-Chef Dr. Frank Kästner auch und vor allem mit Blick auf das Thema Smart City. Wobei genau dieses Vorhaben durch die Vielfalt der Einsatzbereiche natürlich alles andere als ein kurzfristiger Sprint, sondern vielmehr ein Langstreckenlauf sei, bei dem es auf das perfekte Zusammenspiel passender Partner ankomme, wie Prof. Dr.-Ing. Reinhard Gerndt vom Institut für Informatik der Ostfalia Hochschule in seinem vorangehenden Impulsvortrag betonte. Zumal Deutschland in Sachen Digitalisierung ohnehin schon wesentlich weiter sein müsste, als es derzeit der Fall ist. „Andere Nationen haben uns in dieser Hinsicht einiges voraus“, weiß er.

Highspeed ist angesagt

Dennoch sei Wolfsburg mit seiner Initiative, bisherigen Investitionen und Ausbauvorhaben sowie aktuellen Baustarts rund um die Glasfaserversorgung vor Ort bereits auf einem guten Weg, der jetzt allerdings konsequent weiterverfolgt werden müsse. „Denn mit DSL sind wir längst am Anschlag“, stellte auch Christoph Steindorff, Vorsitzender der Digitalen Gesellschaft Wolfsburg (Diges) an dem Abend heraus. Und Dr. Sascha Hemmen, Leiter des Referats Digitalisierung und Wirtschaft der Stadt, unterstrich: „Es ist ein großer Irrglaube, zu denken, dass man mit alten Versorgungsleitungen eine digitale Zukunft gestalten kann.“ Highspeed-Leitungen seien bei der digitalen Transformation unabdingbar.

Zumal die die Glasfaserversorgung für den Chef der Stadtwerke neben der Versorgung der Bevölkerung mit Strom, Gas und Wasser längst den Status der Daseinsvorsorge erlangt hat. Denn es ermögliche nicht nur Homeoffice und -schooling sowie Fernsehen und Gaming ohne Störungen, sondern sei in allen Lebenslagen und bis ins hohe Alter relevant. Schließlich erforderten auch neue Bereiche wie Telemedizin oder die Betreuung von Menschen in den eigenen vier Wänden gute und vor allem blitzschnelle und belastbare Netze.

Intensive Aufklärungsarbeit

Daher gelte es, weiterhin intensiv Aufklärungsarbeit zu betreiben und die Menschen umfassend über die Vorteile eines Glasfaseranschlusses zu informieren, damit die weiteren Entwicklungen nicht ins Stocken geraten. Denn größte Herausforderung bei der digitalen Transformation sei nicht die Technik, sondern vielmehr die persönliche Einstellung der Menschen. Daher sei ein Changeprozess unabdingbar. „Aber wir sind bereits auf einem guten Weg“, waren sich alle Experten einig. Und Kästner sicherte zu, dass schon bis 2023 in den meisten Bereichen Wolfsburgs mit dem Glasfaser-Ausbau  begonnen werde.