Schmuddelkinder: Die Kita feiert 20-jähriges Bestehen.
Anfang der 90-er Jahre fehlten in Wolfsburg viele Kita-Plätze – Vorsfelder Eltern um Anke Rachow und Andrea Nolde gründeten den Verein „Schmuddelkinder“ – der Name ist an das Lied „Spielt nicht mit den Schmuddelkindern“ des Liedermachers Franz-Josef Degenhardt angelehnt. In dem alten Gebäude der Bäckerei Scheffler in der Amtsstraße 33 eröffnete der Vorstand am 2. März 1992 den Kindergarten – damals mit 40 Kindern, drei Erzieherinnen und zwei Helferinnen. Von Anfang an arbeitete man mit der Altstadtschule zusammen, bot Randstundenbetreuung an und richtete einen Hort ein. „Mir war aber von Anfang an klar, dass wir eine Krippe brauchen“, sagt Kita-Leiterin Kerstin Beckroth. Viele Jahre lang kämpfte die Kita darum – 2010 wurde sie eröffnet.
Heute betreuen sieben pädagogische Mitarbeiterinnen, eine Sachbearbeiterin, ein Hausmeister und eine Köchin 52 Kinder. Die Verantwortung liegt wie vor 20 Jahren beim Vereinsvorstand – den bilden damals wie heute ehrenamtlich tätige Eltern.
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Talk mit Kerstin Beckroth
Der Vorsfelder Kindergarten „Schmuddelkinder“ wird 20 Jahre alt. Die WAZ sprach mit Leiterin Kerstin Beckroth über den runden Geburtstag.
WAZ: Frau Beckroth, ecken Sie mit dem Namen „Schmuddelkinder“ nicht an?
Beckroth: Es gibt immer wieder Leute, die Probleme mit dem Namen haben. Aber wir sagen immer: Bei uns dürfen sich Kinder auch schmutzig machen.
WAZ: Wie hat sich das Kita-Leben in den 20 Jahren verändert?
Beckroth: Früher war die Nachfrage nach Halbtagsplätzen größer, dann ging es in Richtung Ganztagsbetreuung. Seit einigen Jahren fragen die Eltern verstärkt nach Krippenplätzen.
WAZ: Was waren die Highlights?
Beckroth: Dass wir bei Hit Radio Antenne einen Spielplatz gewonnen haben und dass wir 2010 unsere Krippe bekommen haben.
WAZ: Was wünschen Sie sich für die Zukunft?
Beckroth: Mehr männliche Erzieher! Und die Erkenntnis: Wir sind eine Bildungs-, keine Betreuungseinrichtung.