Neue Vorwürfe: Christian Wulff (kl. Foto) leaste als VW-Aufsichtsrat einen Skoda Yeti zum Sonderpreis.
Laut einem „Spiegel“-Bericht leaste Wulff 2010 bei Volkswagen einen Skoda Yeti zu Konditionen, die sonst nur VW-Beschäftigte erhalten. Der „Spiegel“ sieht darin einen Verstoß gegen das niedersächsische Ministergesetz: Denn der Regierungschef darf keine Geschenke in Bezug auf sein Amt annehmen. Wulff war damals Aufsichtsrat bei VW – in seiner Eigenschaft als Ministerpräsident und Vertreter des Landes Niedersachsen.
Wulffs Anwalt Gernot Lehr erklärte, Wulff habe für das Leasing die „innerhalb des VW-Konzerns üblichen Vergütungen gezahlt“. Dies waren nur 1 Prozent vom Neuwagenpreis als monatliche Leasinggebühr statt der üblichen 1,5 Prozent. Die jährliche Ersparnis soll bei 1200 Euro gelegen haben
Die Staatskanzlei konnte gestern noch keine Bewertung des Falls abgeben. Wulffs Nachfolger als Ministerpräsident, David McAllister (CDU), habe aber nie ein VW-Leasingangebot genutzt, betonte ein Sprecher. Gleiches gelte für Wirtschaftsminister Jörg Bode (FDP), der ebenfalls im VW-Aufsichtsrat sitzt.