Der damalige VW-Aufsichtsrat Christian Wulff (M.) mit Martin Winterkorn und Ferdinand Piech.
Wulff hatte dem VW-Aufsichtsrat in seiner früheren Funktion als niedersächsischer Regierungschef von April 2003 bis Juni 2010 angehört. In der Übernahmeschlacht zwischen Volkswagen und Porsche zählte er zu den Schlüsselfiguren.
„Ich halte den Rücktritt für die richtige Entscheidung, denn der öffentliche Druck ist zuletzt einfach zu stark geworden und hätte auch nicht mehr nachgelassen“, zitiert die „Automobilwoche“ ein namentlich nicht genanntes Mitglied des VW-Aufsichtsrates. Der Weggefährte Wulffs aus dem Kontrollgremium sagte weiter: „Bei VW wird der Name Wulff im Großen und Ganzen dennoch in guter Erinnerung bleiben.“
Zuletzt war Wulff unter anderem wegen seiner Rolle während der Porsche-Übernahmeschlacht und einem zu vergünstigten „Aufsichtsratskonditionen“ geleasten Skoda in die Kritik geraten. Letztlich stolperte Wulff aber über seine Verbindungen zum Filmunternehmer David Groenewold. „Und just mit dieser Angelegenheit“, so ein VW-Manager zur „Automobilwoche“, „haben wir zum Glück gar nichts zu tun.“
mid