Leistung soll sich lohnen: Die IG Metall will 6,5 Prozent mehr Lohn für die VW-Beschäftigten, betonte Bezirkschef Hartmut Meine (kl. Bild).
Damit fordert die IG Metall erstmals seit 20 Jahren für die VW-Beschäftigten wieder eine Tariferhöhung auf dem Niveau der gesamten Metall- und Elektrobranche.
Meine sagte, man dürfe die vergleichsweise hohe Forderung für den VW-Haustarif nicht gegen die Erfolgsboni bei Volkswagen aufrechnen: „Das sind punktuelle Leistungen, die nicht in die Tariftabelle eingehen.“ Zehn Prozent des operativen Ergebnisses der Marke VW-Pkw werden an die Belegschaft ausgeschüttet. „Das soll die Sondersituation eines Top-Jahres wie 2011 wiedergeben“, sagte Meine. „Wir wollen bei Volkswagen aber auch langfristig denselben Prozentsatz der Tariferhöhung wie bei anderen Autobauern und Zulieferern durchsetzen“, ergänzte er.
Zudem liege der Zeitpunkt der Verhandlungen diesmal dicht an der Flächenrunde: „Jetzt gibt es die Chance, dass die IG-Metall-Mitglieder bei VW stärker mitdebattieren.“
Bei Töchtern wie Sitech, der Autostadt, der Autovision und der VW-Qualifizierungsgesellschaft gibt es eigene Tarife – das Grundentgelt der Leiharbeiter ist aber an VW gekoppelt. Allgemein müssten die Betriebsräte in der ganzen Metall- und Elektroindustrie mehr Einfluss bei der Leiharbeit bekommen, verlangte Meine: „Leider stellen wir oft großen Missbrauch fest.“