VW-Haustarif: Die IG Metall fordert 6,5 Prozent mehr Geld, Volkswagen machte am Dienstag noch kein Angebot.
Die IG Metall hatte zuvor 6,5 Prozent mehr Geld gefordert. Die Gespräche sollen am 25. Mai in Hannover fortgesetzt werden. Die Gewerkschaft gab sich kämpferisch.
„Die Verhandlungskommission ist stinksauer“, sagte Bezirkschef Hartmut Meine. „Ich kann Volkswagen nur warnen, eine ähnliche Hinhalte-Taktik wie die Arbeitgeber in der Fläche zu wählen. Die Beschäftigten bei Volkswagen sind genauso kampfbereit wie ihre Kolleginnen und Kollegen in der Metall- und Elektroindustrie.“
VW-Verhandlungsführer Martin Rosik verwies dagegen auf die „verschärften Wettbewerbsbedingungen“. Arbeitslosigkeit, sinkende Reallöhne und staatliche Sparmaßnahmen drückten die Konsumstimmung in vielen europäischen Ländern, sagte Rosik.
Die Gewerkschaft setzt die guten Geschäftszahlen dagegen. „Volkswagen geht es ausgesprochen gut“, sagte Meine. „Ein Unternehmen, das für das erste Quartal gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung des operativen Ergebnisses von 10,2 Milliarden Euro ausweist und den Aktionären eine Dividende von 3 Euro zahlt, muss bei den Entgelten deutlich draufsatteln.“