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Beienrode

Windpark als Horrorszenario?

Beienrode. Aus allen Nähten platzte der Saal im Deutschen Haus in Beienrode beim Info-Abend zur Windenergie an der Autobahn-Achse A2/A39. Falls der Zentralverband Großraum Braunschweig die Fläche frei gibt, könnten hier ab 2014 Windräder stehen – eine Horrorvorstellung für die meisten Zuhörer.
Beienrode: Jens Palandt vom ZGB informierte über die Pläne, eine Fläche an der Achse A2/A39 für einen Windpark freizugeben.

Beienrode: Jens Palandt vom ZGB informierte über die Pläne, eine Fläche an der Achse A2/A39 für einen Windpark freizugeben.

© Photowerk (bb)

Viele protestierten – auch wenn Jens Palandt (Zweckverband Großraum Braunschweig) versicherte: „Es ist noch nichts entschieden!“ Fakt: Im Rahmen der Energiewende mit Ausstieg aus der Atomenergie müssen Standorte für Alternativen her. Das Areal zwischen Beienrode, Heiligendorf, Glentorf, Boimstorf und Rotenkamp gehört zu den wenigen Gebieten, die bisher keine Ausschlusskriterien vorweisen.

Bis Mitte 2012 läuft die Prüfung – Funkanlagen oder Umweltschutz könnten der Ausweisung auf dem bis zu 400 Hektar großen Areal zum Beispiel widersprechen. Derweil versuchen Investoren bereits, sich Rechte zu sichern. Tim Ebert (Landvolk Windkraft) stellte seine Pläne vor: bis zu 26 Windräder mit 200 Metern Höhe und 101 Meter Rotordurchmesser. Auch die Aussicht, Bürger über eine Stiftung an Erträgen zu beteiligen, konnte Kritiker nicht besänftigen.

In eine Art Schockstarre versetzte alle der Vortrag von Tim Baumgarten mit Fotomontagen, die die mögliche Anlage aus verschiedenen Perspektiven zeigten. Selbst Fürsprecher gestanden: „Öko ist nicht immer schön.“ Ortsbürgermeisterin Kornelia Uhlig will weiter abwägen: „Schacht Konrad oder Biogas wollen wir ja auch nicht.“

  • Infos zu Potentialgebieten und Verfahren gibt es im Internet unter www.zgb.de.

amü


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