Essen in der Kita: In Lehre sorgen die Essensgelder für Unmut unter den Eltern.
Hintergrund: Um den enormen Verwaltungsaufwand einzusparen, wird in der Gemeinde Lehre das Mittagessen inzwischen nicht mehr täglich abgerechnet, sondern für jeweils zehn oder 20 Tage pro Monat ein Pauschalpreis erhoben. Das Problem: Nutzt das Kind das Essen nur an elf bis 19 Tagen, muss dennoch ein ganzer Monat bezahlt werden (56 Euro für 20 Essen).
Insgesamt müssen so jährlich 240 Essen bezahlt werden, obwohl die Kita nur an 231 Tagen geöffnet hat, meist noch weniger Tage genutzt werden. „Pro Familie zahlen wir 150 Euro zu viel“, rechnet Elternvertreterin Christin Könnecke vor, die bereits 66 Unterschriften für eine Änderung der Essens-Geld-Abrechnung sammelte. Ihr Vorschlag: „Wir könnten am 15. des Vormonats verbindlich angeben, an wie vielen Tagen wir das Essen buchen wollen – das dürfte auch nicht mehr Verwaltungsaufwand sein.“
In der Beiratssitzung sei dieser Kompromiss bei allen Beteiligten gut angekommen. Doch der Ausschuss um Vorsitzende Martina Casper reagierte genervt. Ihrer Meinung nach seien die 20 Mittagessen pro Monat ein guter Durchschnitt. Außerdem müsste so erneut die Satzung geändert werden, wie Tobias Breske von der Verwaltung erläuterte. „Schade, dass solche Anregungen nicht kommen, bevor eine Satzung geändert wird“, so Brigit Brendes (SPD).
kau