Stehen teilweise komplett ohne Internet da: Die Bewohner des Neubaugebiets Velpker Weg in Danndorf um Jens Grauer (r.) – sie fordern jetzt DSL.
„Und das in einem Neubaugebiet – ein Unding!“, beschwert sich Karl-Heintz Steffen. Und damit steht er nicht alleine da. Das Schlimmste: Jedem Häuslebauer versprach die Telekom etwas anderes, hielt auch selbst getätigte Zusagen nicht.
„Beim Grundstückskauf wurde uns zugesichert, hier gäbe es DSL“, so Yvonne Kirstein. Auch Frank Siebeneich sagte die Telekom schriftlich ein 16.000er DSL zu – ruderte dann zurück, schickte ihm zumindest die notwendige Ausrüstung zur Nutzung der Mobilfunktechnik LTE – um dann festzustellen, dass das in diesem Gebiet auch nicht funktioniere.
Bei Steffen aber funktioniert immerhin diese Technik. Dennoch ist er unzufrieden: „Bei so einem geringen Datenvolumen bringt uns das nicht viel!“ Auch etliche Kontakte zu Bürgermeistern und anderen Telefonanbietern durch Jens Grauer, der als erster Anlieger auch monatelang auf seinen Telefonanschluss warten musste, brachten nicht viel.
Auf WAZ-Anfrage erklärte die Telekom, prüfen zu wollen, „ob dort zukünftig ein DSL-Ausbau wirtschaftlich ist“. Generell gebe es in dem Neubaugebiet laut Telekom weder DSL noch LTE. Aber: „Da das Baugebiet im Osten von Danndorf liegt, ist es möglich, dass einzelne Kunden hier eine ausreichende LTE-Versorgung haben“, so Sprecher Dr. Lorenz Steinke. Damit alle Anwohner zumindest diese Technik nutzen können, sei ein Ausbau des vorhandenen UMTS-Mobilfunknetzes denkbar.
kau