Kunstmuseum: Markus Brüderlin eröffnete die Steiner-Schau.
Museumsdirektor Markus Brüderlin brachte es auf den Punkt. Es sei an der Zeit, mit dem Vorurteil vom „verstaubten, esoterischen Spinner“ aufzuräumen. Die Schau, entstanden in Kooperation mit dem Kunstmuseum Stuttgart, habe es sich zur Aufgabe gestellt, „Steiner zu entsteinen“. Denn der zugleich einflussreichste und umstrittenste Reformer des 20. Jahrhunderts sei „auch ein ganz normaler Mensch“ gewesen, dessen Lieblingsspeise Frankfurter Würstchen mit Cognac und schwarzem Kaffee gewesen sei.
Mateo Krieß vom Vitra Design Museum unterstrich für die parallel präsentierte Exposition „Die Alchemie des Alltags“ die Bedeutung Steiners als „Anreger für Künstler von heute“. Beispiele in Hülle und Fülle gelte es in der Ausstellung zu finden. Walter Kugler, Leiter des Steiner-Archivs Dornach, wertete die Schau als Chance, „bestimmte Klischees hinter sich zu lassen.“
Heiß begehrt war gestern der Raum des indisch-britischen Künstlers Anish Kapoor: Für drei Euro galt es bei einer „Massage für Herz und Hirn“ Farben in vielfältiger Form zu erfahren.
km