Amnesty International: Eva Habermann und Michael Dopichaj wollen die Wolfsburger Gruppe aufleben lassen.
Die Idee hatte Michael Dopichaj. Der 19-Jährige will sich für die Einhaltung der Menschenrechte einsetzen. Schnell fand er Kontakt zu Eva Habermann. Die 19-Jährige lebte 2006 für ein Jahr in China und war entsetzt, wie wenig Informationsfreiheit es dort gibt: „Kritische Berichte in Zeitungen gibt es nicht“. Als die Schülerin wieder in Wolfsburg war, stand für sie fest, dem Unrecht in China nicht tatenlos zuzusehen, sondern etwas dagegen zu tun.
China ist das Thema der Wolfsburger Amnesty-Gruppe. Sie hat schon die ersten Eil-Aktionen, so genannte Urgent Actions, auf den Weg gebracht: In Briefen setzen sich die Mitglieder für einen jungen Uguren ein, der an einer Demo teilgenommen haben soll und deshalb verhaftet wurde. Außerdem wollen die jungen Leute einem Falun-Gong-Anhänger helfen, der zu sieben Jahren Haft verurteilt wurde.
Die Briefe gehen unter anderem an den chinesischen Botschafter in Berlin und den chinesischen Ministerpräsidenten. Solche Aktionen zeigen durchaus Wirkung. „30 bis 50 Prozent sind erfolgreich“, sagt Michael Dopichaj.
Wer mitmachen möchte, sollte sich bei ihm unter Tel. 05361/33841 oder E.Mail m.dopichaj@gmx.de melden.
syt
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