WVG-Ärger: Gisa Blötz an der Bushaltestelle, an der es Probleme mit dem Rollstuhl gab.
An der Rothenfelder Straße wollte Blötz, die sich ehrenamtlich bei der Diakonie engagiert, mit der Bewohnerin der Senioren-Residenz-Hasselbachtal in die Linie 201 einsteigen. Die Lücke zwischen Bordstein und Bustür entpuppte sich dabei als unüberwindbares Hindernis. „Die Dame sitzt in einem extrabreiten Rollstuhl. Sie zu schieben, ist für mich mit 73 Jahren ohnehin Schwerstarbeit“, so Blötz.
Vom Busfahrer erhofften sich die beiden Hilfe. Um so größer war die Empörung, als dieser barsch ablehnte. „Er werde sich hinter dem Lenkrad nicht wegbewegen. Ich solle es doch allein machen“, erinnert sich Blötz an die Reaktion des Fahrers. Auch unter der Fahrgäste war die Entrüstung groß. Ein Mann stand schließlich auf und packte mit an. Stinksauer notierte sich Blötz, die früher selbst als bei den Stadtwerken arbeitete, Kennzeichen und Busnummer.
Auf WAZ-Nachfrage kündigte die WVG eine Prüfung des Vorfalls an. „Sollte es in diesem Einzelfall ein Fehlverhalten gegeben haben, wird das Unternehmen umgehend Kontakt zu den Betroffenen aufnehmen und sich in angemessener Weise entschuldigen“, so WVG-Sprecher Michael Michalzik.
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