Das Ratsrund: Hier will das Team Zukunft Wolfsburg nach der Wahl mindestens zwei Sitze inne haben.
Der Stadtwerke-Skandal, bei dem Maik Nahrstedt nach eigenen Angaben eine tragende Rolle spielte, wird in der ersten Presseerklärung des TZW inhaltlich mit keiner Silbe erwähnt. Stattdessen reklamiert die Gruppierung für sich Themen wie Arbeitnehmerrechte, Stärkung des Mittelstands, Aufwertung der Stadtteile, Verbesserung der Nahversorgung, besseren ÖPNV sowie Umwelt- und weitere Sozialthemen. Prestigeprojekte wie das Glasdach lehne man ab.
Sowohl Nahrstedt (Ex-CDU-Pressesprecher) als auch Ewald Slink (noch Linke) sehen ihren politischen Spagat eher als Nebensächlichkeit. Er sei der „abstrakten linken Debatten“ überdrüssig und wolle nun lieber „bürgernahe Politik“ machen, sagt Slink. Und Nahrstedt sieht seine eigene CDU-Parteizugehörigkeit im Nachhinein offenbar als Betriebsunfall an: „Eigentlich war ich für die CDU mehr Dienstleister.“ Privat und im Freundeskreis sehe er sich „sozialdemokratisch“.
fra