Pestalozziallee: Der Fußgängerüberweg wird erneuert – über das Wie streitet die Politik.
Hintergrund: Die Fußgängerfurt an der Sparkasse ist völlig ausgefahren und muss saniert werden; die Verwaltung will anschließend dort das Stadtparkett verlegen, um den Eindruck einer durchgängigen Fußgängerzone zu erreichen. Der Bauausschuss war uneins und vertagte sich.
Nun haben die Grünen einen überraschenden Vorstoß gestartet. Ihre Vorstellung: Ja zum Fuzo-Pflaster, weg mit der Ampel. Zurzeit müssen die Fußgänger, ganz normal, bei grüner Ampel eine Straße überqueren – „das Prinzip wollen wir umkehren“, sagt Sieghard Wilhelm. Fußgänger sollen künftig stets Vorrang haben, Autos dürften sich nur noch im Schritttempo durch die Fuzo tasten.
Gar nichts davon hält Dr. Karl Peter Wilhelm (CDU): „Das ist, als wollte man duschen, ohne nass zu werden.“ Seine Überzeugung: Wieder normalen Asphalt, die Straße soll als solche deutlich erkennbar sein, die normale Ampel bleibt. Wilhelm: „Wer etwas anderes will, soll es richtig machen. Dann können wir die Pestalozziallee gleich wieder ganz sperren.“
Noch unentschlossen ist Hans-Georg Bachmann (SPD): „Erst wollen wir Zahlen zu den Verkehrsströmen.“ Seine Tendenz aber sei klar: Sanierung ja, ob Granit oder Teer sei nicht entscheidend – aber Straße und Ampel sollen bleiben. Bachmann: „Einen Zwang, die grundsätzliche Verkehrsführung zu ändern, sehe ich überhaupt nicht.“
fra