Kraftakt am Kanal: Ein Spezialkran hievte gestern den gesunkenen Bagger aus dem eisigen Wasser.
Nachdem das Wasser- und Schifffahrtsamt (Außenbezirk Vorsfelde) den Kanal in der Nacht wieder freigegeben hatte, musste die Wasserstraße gestern für die Bergung erneut gesperrt werden. Der Riesen-Ponton der Autostadt (11 mal 54 Meter) transportierte den Kran zunächst von der VW-Arena zur Unglückstelle. Vom Ponton aus wurde dort dann der Bagger gehoben. Dicke Eisschollen schwammen auf dem Kanal als Taucher Zoran Milenkovic von der Spezialfirma Tauchmayer aus Seelze in den Kanal stieg, um Haltevorrichtungen für die Bergung am Bagger zu befestigen.
Kurz nach 16 Uhr war es dann soweit: Ganz vorsichtig zog der Kran die Maschine aus dem Wasser. Am Ausleger hing noch ein dicker Baumstamm, den Arbeiter auf dem Ponton zersägen mussten. Erst danach konnte der Bagger vorsichtig auf die schwimmende Plattform gelegt werden. Wenig später fuhr die Schute in Richtung VW-Arena, wo der Bagger zu Land gelassen wurde.
Die Bergung war ein echter Kraftakt – auch aus logistischer und organisatorischer Sicht. „Bei diesen Witterungsverhältnissen können wir zufrieden sein, dass wir den Bagger so schnell rausgeholt haben“, so Arno Sigges und Falk Böhm vom Wasser- und Schifffahrtsamt.
bm