Preisschock: Günther Schiffler zeigt die Rekord-Spritpreise, Kunde Karsten Stubbe (l.) ist sauer.
Letzte Woche kostete Super noch unter 1,60 Euro – inzwischen geht es sogar in Richtung 1,70 Euro. „Das ist auf jeden Fall überteuert“, so Autofahrer Hendrik Land. Und Karsten Stubbe: „Da macht das Tanken keinen Spaß mehr.“
Den Ärger der Kunden bekommt oft das Personal an den Kassen der Tankstellen ab. „Dabei können wir nichts dafür. Wir machen die Preise nicht. Die Tankstelle verdient auch nicht mehr, wenn der Sprit teurer ist“, sagt Claudia Schröder, Mitarbeiterin der SB-Station an der Breslauer Straße.
Viele Autofahrer reagierten gestern auf die hohen Spritpreise, indem sie nur an die Zapfsäule fuhren, wenn der Tank nahezu leer war. „Manche tanken auch nur für 10 oder 20 Euro“, hat Heidi Buschow von der Star-Tankstelle am Berliner Ring festgestellt.
Bei Stefan Missing von der Aral-Tankstelle Hinterm Hagen in Fallersleben erkundigen sich Autofahrer inzwischen telefonisch nach den Spritpreisen: „Die Kunden fragen auch bei anderen Tankstellen nach. Wo es am günstigsten ist, da fahren sie hin.“ Der Pächter macht allen Autofahrern Mut: „Im Winter ist der Sprit immer teurer. Im Sommer geht der Preis wieder runter – hoffe ich zumindest.“
bm