Toiletten vorerst gesperrt: Hausmeister Frank Beneke vor dem Raum, in dem es brannte.
Am Nachmittag kamen Brandermittler zu dem Ergebnis, dass „eine chemische Reaktion in einem Reinigungswagen entstanden ist“, so Polizeisprecher Sven-Marco Claus. Putzfrauen hatten die Stoffe eines Schulexperiments wie üblich im Müllbehälter des Reinigungswagens deponiert. Dort entzündeten sich die Substanzen gegen 20.30 Uhr.
Schulhausmeister Frank Beneke hatte den Brand entdeckt. „Er war die Runde mit seinem Hund gegangen und sah den Qualm“, berichtet Schulamtsleiterin Iris Bothe. In der Mädchen-Toilette und einem abgeteilten Raum für Putzmittel im Erdgeschoss tobten die Flammen. Die Berufsfeuerwehr (BF) rückte mit ihrem Löschzug an. Schnell stand fest: „Es muss schon länger und intensiv gebrannt haben“, so Einsatzleiter Dirk Schütte.
Der Schaden ist deutlich zu sehen: Der Raum ist rußgeschwärzt, Kacheln sind von der Wand gefallen, Putz abgeplatzt und Handtuch-Behälter sowie andere Kunststoff-Gegenstände sind verschmort. Ärgerlich: „Das WC ist gerade saniert worden“, so Bothe. Die Polizei schätzt den Schaden zunächst auf 1000 Euro. Er könnte auch deutlich höher sein – der Raum war erst kürzlich für 20.000 Euro modernisiert worden.
bm