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Wolfsburg

Hooligans: Randale bei Fußball immer schlimmer

Härter, aggressiver, blutiger - Fußball-Hooligans haben in der abgelaufenen Saison für Randale gesorgt, wie sie in Wolfsburg bisher nicht bekannt war. Polizeisprecher Sven-Marco Claus: "In dieser Intensität war es eine außergewöhnliche Saison."
Polizei am Bahnhof: Hier gibt‘s immer wieder Ärger.

Polizei am Bahnhof: Hier gibt‘s immer wieder Ärger.

© Photowerk (bea/Archiv)

Hooligans aus Wolfsburg und Kaiserslautern liefern sich eine Massenschlägerei im Schachtweg, durchreisende 96-Fans verabreden sich mit Wolfsburger Gewalttätern zur Prügelorgie am Bahnhof, Berliner Schläger und VfL-Ultras zerlegen fast die Vereinsgaststätte am Elsterweg, Hamburger Hooligans schmuggeln Rohrbomben ins Stadion - erschreckende Auswüchse am Rande einer Fußballsaison. Und: Häufig verabreden sich die rivalisierenden Gruppen geradezu zu ihren Gewaltorgien. „Die Absprachen erfolgen oft sehr kurzfristig“, sagt Claus - Gegenreaktionen werden erschwert.

Vor allem außerhalb des Stadions habe die Gewalt deutlich zugenommen, bestätigt die Polizei - Zu- und Abwege gerade rund um den Bahnhof stehen im Blickpunkt. Claus: „Mittlerweile sind wir sogar gefordert, wenn der VfL gar kein Heimspiel hat“ - durchreisende Chaoten anderer Clubs sind eine Gefahr.

Nicht von ungefähr haben Polizei, VfL und Stadt dieses Jahr erstmals ein Stadion- und Innenstadt-Verbot für 13 gewaltbereite Mehrfachtäter ausgesprochen. Claus: „Da ziehen die Verantwortlichen an einem Strang, die klare Botschaft lautet: Wir wollen das nicht in dieser Stadt.“

Der VfL hat zudem DFB-Geldstrafen in Höhe von 7500 Euro, die er wegen Abbrennens von Pyrotechnik vom DFB-Sportgericht erhalten hatte, an die überführten Täter weitergegeben. Hintergrund waren Vorfälle während der Auswärtsspiele beim HSV und bei Werder Bremen. Drei Täter konnten überführt werden und müssen jetzt anteilig zahlen.

fra


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