Auschwitz-Gedenktag: Kranzniederlegung an der Gedenkstätte in der Werderstraße.
An der Stele an der Breslauer Straße legten Oberbürgermeister Klaus Mohrs und Vertreter des Ortsrates Mitte-West Kränze nieder. Die Stele erinnert daran, dass die Nazis auf dem Laagberg eine Außenstelle des Konzentrationslagers Neuengamme gebaut hatten. 700 Deportierte waren dort interniert.
An der Gedenkstätte in der Werderstraße erinnerten Schüler der Nordhoff-Gesamtschule an das Leid von Zwangsarbeitern und Kriegsgefangenen im VW-Werk. Unter unglaublichen Bedingungen mussten sie dort schuften und „wurden schlechter behandelt als Hunde“. 20 Menschen mussten sich ein 16 Quadratmeter großes Zimmer teilen.
„Die Texte haben wir in der Unesco-AG erarbeitet“, erklärte Lehrer Carlos Merinero. Im März fahren die Schüler nach Polen und besuchen auch das ehemalige KZ Auschwitz. Mohrs lobte, dass sich die jungen Leute mit dem dunklen Kapitel deutscher Geschichte auseinandersetzen: „Das ist wichtig, damit sich so etwas nie mehr wiederholt.“
Auch auf dem Fallersleber Friedhof wurden Blumen niedergelegt, dort sind Zwangsarbeiter begraben.
syt