Hafenbau in Fallersleben: GVZ-Geschäftsführer Hans-Jürgen Huwe (M.) stellte das Projekt gestern vor.
Die Fakten: Am Mittellandkanal baut die Güterverkehrszentrum Entwicklungsgesellschaft (GVZ) einen Hafen mit 20.000 Quadratmetern Fläche, an dem mittelfristig 10.000 Container pro Jahr verschifft werden sollen. „Das sind 10.000 Lkw weniger auf den Straßen“, betonte GVZ-Geschäftsführer Hans-Joachim Huwe.
Die Container werden im gegenüberliegenden Logistikzentrum gepackt. Dass ein Spezialfahrzeug mit der Fracht die Westrampe (Nordumgehung) überqueren muss, um zum Hafen zu gelangen, halten einige Bürger insbesondere zu Schichtzeiten für problematisch. So auch Jürgen Busch aus Sülfeld, der die angegebenen zehn bis elf Sekunden Querungszeit für „völlig unrealistisch“ hält. Huwes Einladung: Die Demonstration in der Praxis. Eine Brücke sei jedenfalls zu teuer, eine Ampel kontraproduktiv.
Vom Ortsrat gab es Rückendeckung für den Bau. An einer Stelle war aber auch er irritiert. Noch ist unklar, ob die GVZ den Hafen auch betreiben wird. „Es wird eine Ausschreibung geben“, so Huwe. Die Sorge der Politik: Absprachen mit der GVZ könnten unter einem anderen Betreiber plötzlich nichtig sein.
api