Geht es morgen gegen Freiburg mit dem Duo Mandzukic/Sio (M. und re.) an der Spitze voran? Sebastian Polter (o.l.) und Ashkan Dejagah (u.l.) dürften wohl pausieren.
In der Defensive dürfte Felix Magath morgen wieder der eingespielten Truppe vertrauen, aber vorn wird wohl neu gemischt. Nach seiner Denkpause gegen Gladbach steht Mario Mandzukic vor der Rückkehr in die Startelf. Der Kroate hat in dieser Woche gut trainiert, sich aufgedrängt und ist bemüht, Wogen zu glätten, die durch öffentliche Wechselgedanken entstanden waren. Gesten im Training machen deutlich: Mandzukic will mit dem VfL Erfolg. Vertragsgespräche sind vorerst zurückgestellt.
Für Mandzukic wird Sebastian Polter seinen Platz in der Startelf räumen müssen – zumal der Youngster gestern nicht mit der Mannschaft trainiert hat. Ashkan Dejagah, der gegen Gladbach noch im Sturm begonnen hatte, rückt wieder ins rechte Mittelfeld, wo er zuletzt bärenstark war. Giovanni Sio ist der Top-Kandidat als Nebenmann von Mandzukic (siehe Bericht).
War gegen die Gladbacher noch die Defensive gefragt, so ist diesmal mehr Gas nach vorn angesagt. Das ahnt auch Freiburgs Trainer Christian Streich: „Wolfsburg wird gegen uns anders spielen als gegen Gladbach. Wir gehen davon aus, dass es richtig draufgeht.“
rs
Beinahe wäre ihm am vergangenen Samstag das erste Tor für den VfL geglückt. Doch es sollte (noch) nicht sein. Morgen gegen Freiburg winkt Giovanni Sio erstmals ein Einsatz in der Startelf des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten – und wenn er dann trifft, gibt‘s einen akrobatischen Jubel...
Bisher hatte Sio nach seinen Einwechslungen positive Eindrücke hinterlassen. „Wenn ich reinkomme, spüre ich sofort die Lust und den Drang, der Mannschaft zu helfen“, sagt der Ivorer, der in der Nähe von Nantes in Westfrankreich aufgewachsen ist. Er gibt sich zwar bescheiden: „Ich bin neu hier und muss mir Zeit geben. Ich kann nicht alles auf einmal wollen.“ Aber der 22-Jährige ist heiß auf mehr: „Ich arbeite hart daran, dass ich über 90 Minuten spielen kann. Ich fühle mich bereit für die Startelf.“
Auch, weil er längst beim VfL angekommen ist. „Ich fühle mich hier pudelwohl und verstehe mich prächtig mit allen anderen Offensivspielern“, schwärmt der Neuzugang aus Sion. Auch die Kommunikation sei kein Problem. „Vieles passiert über Gesten, aber englische und deutsche Kommandos verstehen wir gegenseitig.“
Gestern im Training spielte er als Rechtsaußen. „Das ist auch eine Position, die ich kann“, sagt er. Und ergänzt, ohne Forderungen stellen zu wollen, dass er am allerliebsten woanders aufläuft: „Wo ich mich richtig wohl fühle, ist die hängende Spitze, Neuneinhalber nennen wir das.“ Also die zentrale Position hinter einem Stoßstürmer.
Gegen Gladbach wurde Sios Tor nicht anerkennt, weil Sebastian Polter im Abseits stand. „Nein, ich bin ihm nicht böse“, lacht der lebensfrohe Ivorer, der oft und gern zu französischem Rap tanzt – und (anerkannte) Tore meist mit einem Flickflack bejubelt...
rs