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VfL Wolfsburg

Zitter-Spiel: Fast wäre der VfL kalt erwischt worden

(eh) Es war ein Zitter-Spiel –  bei minus acht Grad. Und fast wäre ein vor allen Dingen in der zweiten Halbzeit guter VfL Wolfsburg am Samstag in der ausverkauften VW-Arena (30.000 Zuschauer) von Borussia Mönchengladbach doch noch kalt erwischt worden. Doch Gladbach-Star Marco Reus ließ beim 0:0 eine tausendprozentige Chance liegen.
Puh, da hatte Diego Benaglio richtig viel Glück: Gladbach-Star Marco Reus (r.) hätte hier das 1:0 machen müssen, doch der Angreifer schoss weit vorbei.

Puh, da hatte Diego Benaglio richtig viel Glück: Gladbach-Star Marco Reus (r.) hätte hier das 1:0 machen müssen, doch der Angreifer schoss weit vorbei.

© Photowerk (bb/he/3)
Freie Plätze in der Arena: Wegen der Eises-Kälte blieben viele Fans lieber zu Hause.

Freie Plätze in der Arena: Wegen der Eises-Kälte blieben viele Fans lieber zu Hause.

Rückblick

Aber diese Szene in der 69. Minute war sinnbildlich für das Auftreten des VfL-Lieblingsgegners (gegen keinen anderen Klub feierte Wolfsburg mehr Siege). Technisch sah das alles wunderbar aus, was der Tabellenvierte da zeigte, aber es wirkte teilweise auch überheblich und zu verspielt. Zudem bissen sich die Gladbacher häufig an der Wolfsburger Defensive fest.

Ja, der VfL ist im Vergleich zur Hinrunde wieder ein schwer zu spielender Gegner. Das war bereits beim 0:2 in München zu sehen – und das war auch am Samstag nicht anders.

Wolfsburg attackierte früh und war in der Defensive gut organisiert. Satte 13 Mal ließen Abwehrchef Felipe Lopes und Co. die Borussen-Spieler ins Abseits laufen.

Das sah gut aus in der ersten Halbzeit, einzig der Zug Richtung gegnerisches Tor war dabei völlig abhanden gekommen. Als Felix Magath das in der Pause korrigierte und mit Mario Mandzukic für Neuzugang Ibrahim Sissoko frischen Wind einwechselte, da schien das Spiel zu kippen. Wolfsburg spielte mutiger, zielstrebiger und entschlossener nach vorn – und hätte dafür eine Belohnung verdient gehabt. Doch klare VfL-Torchancen ließ die beste Abwehr (nur zwölf Gegentreffer) der Bundesliga nicht mehr zu.

Höhepunkte

4. Minute: Gelungene Einzelaktion von Sissoko, der von rechts nach innen zieht und aus 20 Metern einfach mal flach abzieht – rechts vorbei.

6.: Arango verlängert halblinks an der Mittellinie ein Zuspiel direkt auf den durchstartenden Herrmann, doch der verzieht.

28.: Super-Steilpass von Dejagah auf Jiracek, der legt quer auf Polter. Schuss aus 13 Metern, Dante fälscht leicht ab, doch ter Stegen hält ohne Probleme.

36.: Nordtveit-Flanke von halbrechts auf Hanke, der trifft halblinks im Strafraum mit links zur Führung. Aber der Schiedsrichter-Assistent entscheidet auf Abseits. Hauchdünne Entscheidung, aber richtig.

51.: Schöne Schäfer-Flanke von links, Polter setzt zum Flugkopfball an, doch er verpasst den Ball und die Führung knapp.

53.: Dejagah-Ecke von der linken Seite, Felipe steigt aus sechs Metern Torentfernung zum Kopfball hoch, doch sein Versuch geht knapp drüber.

54.: Josué erobert kurz hinter der Mittellinie den Ball, spielt nicht zum rechts mitlaufenden Polter ab, sondern versucht es aus gut 20 Metern selbst, doch ter Stegen hält klasse.

56.: Neustädters Versuch aus 17 Metern rauscht links am Tor vorbei.

64.: Scharfe Schäfer-Flanke von links, Sio drückt am zweiten Pfosten den Ball ins Tor, aber der Schiedsrichter-Assistent entscheidet auch hier auf Abseits. Grund: Polter stand im Abseits, irritierte ter Stegen.

69.: Reus ist nach Super-Pass von Herrmann auf und davon und hat nur noch Benaglio vor sich. Links von ihm ist Hanke mitgelaufen, doch Reus‘ Versuch ist am Ende ein halbes Abspiel und halber Torschuss, der weit links vorbei geht.

77.: Mandzukic steil auf Schäfer, der bringt den Ball von halblinks rein, doch Daems klärt vor dem freistehenden Sio.

89: Herrmann knallt mit Benaglio zusammen, beide Spieler bleiben liegen. Doch nach kurzer Behandlung geht‘s für beide weiter.

eh


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