Cedrick Makiadi gestern und heute: Als VfL-Talent (2003) und als Kapitän des SC Freiburg.
Heute gastiert er mit den Breisgauern bei seinem Ex-Klub – und stand zuvor WAZ-Sportredakteur Robert Schreier Rede und Antwort.
WAZ: Aus Wolfsburg kennen wir Sie als Youngster, in Freiburg sind Sie Kapitän. Haben Sie sich zu einem echten Führungsspieler entwickelt?
Makiadi: Ich war schon immer der Typ Spieler, der dadurch seine Teamkollegen mitgerissen hat, dass er alles auf dem Platz gibt. Das mache ich natürlich auch jetzt mit der Binde am Arm. Ich versuche, das Team zu führen, und habe mich natürlich auch persönlich weiterentwickelt.
WAZ: Sie halten jetzt auch Reden...
Makiadi: Ja, der Trainer will, dass der Kapitän vor den Spielen in der Kabine ein paar Worte sagt. Wir haben viele junge Spieler in der Mannschaft. Da versuche ich sowieso, sehr viel zu sprechen.
WAZ: Der Trainer kam mit dem Beginn der Rückrunde. Wie ist er?
Makiadi: Christian Streich ist sehr emotional. Er kennt den Verein und die Spieler seit Jahren, denn er war ja Leiter unserer Fußball-Schule. Man sieht, dass er einige richtige Ansätze hat, der Mannschaft neues Leben einzuhauchen.
WAZ: Es wurden Spieler rausgeschmissen, dann der Trainer, nachdem es Unruhe durch die Fans gab. Demba Cissé wurde verkauft. Ist alles richtig abgelaufen?
Makiadi: Das ist für mich schwierig zu sagen. Wenn die Verantwortlichen so handeln, dann ist das aus ihrer Sicht sicherlich das Richtige gewesen. Wir Spieler nehmen das so hin. Wir haben andere Aufgaben.
WAZ: Steigt Freiburg trotzdem ab?
Makiadi: Nein, wir schaffen das. Absteigen werden andere. Wir haben gezeigt, dass wir auf einem guten Weg sind und den Klassenerhalt wollen. Gegen Bremen waren wir am vergangenen Sonntag die bessere Mannschaft und hätten gewinnen können. In Wolfsburg werden wir wieder so selbstbewusst auftreten.
WAZ: Und wieder so klar gewinnen wie im Hinspiel?
Makiadi: Die Vorzeichen sind jetzt ganz anders. Der VfL hat einen personellen Umbruch hinter sich und hat sich gefunden. Sie stehen viel stabiler. Es wird schwierig und eine große Herausforderung für uns. Wir wissen auch, dass wir Tallenletzter sind.
WAZ: Sind Spiele in Wolfsburg für Sie immer noch etwas Besonderes?
Makiadi: Ich bin jetzt vier Jahre aus Wolfsburg weg und konzentriere mich voll und ganz auf meine Mannschaft. Aber natürlich sind die Partien in Wolfsburg für mich etwas Besonderes. Ich war so lange dort.