Die Frage, ob er für die Türkei, die Heimat seiner Eltern, oder für Deutschland, wo Cigerci aufgewachsen ist, spielt, stellte sich erstmals vor einem Jahr. „Ich hatte darauf gewartet, dass sich die Türken melden, aber da kam nichts. Stattdessen ist ein DFB-Trainer auf mich zugekommen. Das Gespräch hat mich überzeugt“, so Cigerci. Nach einem Jahr voller Formalitäten bekam der 19-Jährige neben seinem türkischen Pass auch einen deutschen – und ist nun eine feste Größe im U-19-Team von Trainer Ralf Minge.
„Ich lerne unheimlich viel beim DFB“, sagt der Wolfsburger. „Im Training kann ich mich mit anderen Spielern messen, die auch schon bei den Profis ihrer Vereine trainieren. Und ich kann mit den Jungs gut mithalten.“ Auch, weil er beim VfL mit allen Stars übt. „Josués Zweikampfverhalten ist so stark, wie ich es noch bei keinem anderen gesehen habe. Cícero hat eine unglaubliche Sprungkraft. So gut wie die beiden bin ich noch lange nicht“, vergleicht sich Cigerci mit seinen direkten Positions-Konkurrenten beim VfL. Da er noch zur Schule geht, kann Cigerci nicht bei jeder Trainingseinheit dabei sein.
„Ich würde gern mehr trainieren, aber mir liegt natürlich auch die Ausbildung am Herzen“, sagt der Vielleicht-Bald-Profi. Sein Traum: „Ich gebe im Training Gas, um Profi zu werden und mal in der Bundesliga zu spielen.“ Vor einer Woche stand er gegen Mainz erstmals im 18er Kader der Bundesliga-Elf. Cigerci: „Ein schönes Gefühl!“
rs
Kommentare
Nationalelf Wolf – 06.09.10
das hoffe ich doch schwer das er sich gegen die Türkei entscheidet...ohne dir nahe treten zu wollen da hat kaum Chancen irgendwas zu reißen...also Junge spiel für das Land in dem lebst ;-)also für Deutschland!a b – 05.09.10
Dieser Kommentar wurde von der Waz-Online Redaktion gelöscht. Grund: Off-Topic.Hoffnung Ökylmaz – 05.09.10
Ich hoffe das er viel lernen kann und das er sich am ende nicht wie Özil gegen die Türkei entscheidet!