Unter der Überschrift „Wüstenzuschlag“ widmet sich der „Spiegel“ auf drei Seiten dem VfL – genauer gesagt: dem hohen finanziellen Aufwand und dem mauen sportlichen Ertrag der VW-Tochter in den vergangenen drei Jahren. Tenor des Textes: Mit überzogenen Gehältern seien Spieler ins vermeintlich unattraktive Wolfsburg gelockt worden, die Leistung der Mannschaft blieb aber unter den Erwartungen. „Erfolg kann man offenbar doch nicht kaufen“, wird Aufsichtsrats-Chef Francisco Garcia Sanz in dem Text zitiert. Dessen (in der Konzernbilanz einsehbares) Gehalt von rund 7,7 Millionen Euro jährlich wird bei der Gelegenheit auch genannt.
Die Gehaltszahlen von sechs aktuellen Profis aus der Saison 2011/2012 werden aufgeführt, neben Diego sind dies Christian Träsch (2,8 Millionen), Srdjan Lakic (2,6 Millionen), Simon Kjaer (2,4 Millionen), Sotirios Kyrgiakos (2 Millionen) und Mateusz Klich (600.000). Außerdem soll Thomas Hitzlsperger in seinem VfL-Jahr auf 2,9 Millionen Euro gekommen sein, Grafite in seinem letzten Wolfsburg-Jahr auf 5,4 Millionen Euro – jeweils zuzüglich Prämien.
Der VfL sei „mit seinem Gehaltsniveau an einem extrem kritischen Punkt angelangt“ wird ein anonymer Ex-VfL-Funktionär zitiert. Wolfsburg, so heißt es außerdem in dem Text, leiste sich nach Bayern München die teuerste Mannschaft der Bundesliga, auf Augenhöhe mit Champions-League-Teilnehmer Schalke 04.
apa