Seit Sommer ein Bajuware: Rechtsverteidiger Rafinha.
WAZ: 1:3 in Gladbach – ist Bayern in der Krise?
Rafinha: Borussia hat eine sehr gute Mannschaft. Sie haben früh getroffen, das hat unseren Match-Plan zerstört. Sie haben tolle Konter gespielt und sie auch vollendet. Ich hoffe, dass wir aus den Fehlern lernen und zum Saisonende hin immer besser werden.
WAZ: Daniel van Buyten fällt aus. Haben die Bayern ein Abwehrproblem?
Rafinha: Natürlich findet es niemand toll, dass van Buyten verletzt ist. Aber wir sollten mit Boateng in der Mitte gut aufgestellt sein.
WAZ: Bayern unter Druck, der VfL kann frei aufspielen – was für ein Spiel erwarten Sie?
Rafinha: Das Hinspiel in Wolfsburg war sehr schwierig. Der VfL hat sehr gut gespielt, und wir haben gerade so gewonnen. So ein ähnlich hartes Spiel erwarte ich auch diesmal – hoffentlich mit demselben Ausgang wie damals.
WAZ: Die Erinnerungen an das Hinspiel scheinen noch sehr präsent zu sein...
Rafinha: Ja, ich erinnere mich an das nicht gegebene Tor. Patrick Helmes ist ein großartiger Spieler, der ein Spiel immer allein entscheiden kann. Aber wir sind heute wie damals nicht auf einen einzelnen Wolfsburger fokussiert. Mit den vielen Neuzugängen werden sie besser sein – allein schon, weil alle gegen Bayern top motiviert sind.
WAZ: In der Bundesliga ist es spannend wie noch nie. Werden die Bayern dennoch Meister?
Rafinha: Richtig, die Bundesliga ist sehr ausgeglichen. Alle Teams da oben sind großartig und spielen gerade einen tollen Fußball. Nur wenn wir unsere beste Leistung bringen, müssen wir uns keine Sorgen wegen der anderen machen. Das Gute an der Situation ist, dass wir immer gezwungen sind, unser Bestes zu zeigen. Wir müssen einfach alle Spiele gewinnen, um unser großes Ziel zu erreichen.
WAZ: 2004 und 2011 wären Sie fast beim VfL gelandet...
Rafinha: Ja, es gab Interesse von beiden Seiten. Aber so richtig konkret wurde es nie. Wolfsburg ist ein großer Klub geworden, für den sich fast jeder Spieler begeistern könnte. Aber bei mir hat es aus verschiedenen Gründen nicht funktioniert. Nun bin ich bei den Bayern – und sehr glücklich mit der Situation.
WAZ: Wenn es nicht mehr mit dem Fußball klappt, können Sie ja wie Ihr Landsmann Ailton in den TV-Dschungel...
Rafinha (lacht): Ich kenne Ailton natürlich ein bisschen. Seine Entscheidung, an dieser Show teilzunehmen, war sehr interessant. Ich hatte eigentlich gehofft, dass er den Wettkampf dort gewinnt.