0:0 gegen Gladbach: VfL-Trainer Felix Magath sieht sein Team auf einem guten Weg.
"Ich kann mit dem Punkt leben. In der zweiten Halbzeit wäre sogar ein Sieg verdient gewesen", fügte er hinzu. Vor 30 000 Zuschauern waren die im Winter mit acht Spielern wieder einmal neu formierten Wolfsburger nach der Pause ihrem siebten Heimsieg in Serie gegen Gladbach ziemlich nahe. Gegen die stärkste Abwehr der Liga gab es aber kaum einmal ein Durchkommen.
Glück hatten die Niedersachsen, als Gladbachs Top-Stürmer Marco Reus in der 69. Minute allein vor Keeper Diego Benaglio auftauchte, die größte Chance im Spiel aber nicht nutzte. Dass dem Gladbacher Spiel die Leichtigkeit und Frische der Vorwochen fehlte, lag auch am starken VfL-Auftritt. Die umstrittene Transferpolitik des Trainers scheint sich auszuzahlen. Gladbachs Trainer Lucien Favre erteilte seinem Kollegen Magath in dieser Hinsicht Rückendeckung: "Wir konnten nicht so viele Lücken finden. Der VfL hat sich klar verstärkt, das wird man in der Rückrunde feststellen", erklärte der Schweizer Trainer.
In Winterzugang Ibrahim Sissoko setzte Magath bereits den 36. Spieler in dieser Saison ein - Liga-Rekord. Der Ivorer erwies sich aber nicht wie der Tscheche Petr Jiracek oder der Brasilianer Felipe Lopez auf Anhieb als Verstärkung. Erst als Torjäger Mario Mandzukic, der die ersten 45 Minuten auf der Bank frieren musste, nach der Pause Sissoko ersetzte, lief es in der VfL-Offensive besser. Das räumte auch Magath ein, der zunächst auf Mandzukic verzichtet hatte. Mit der Trainingsleistung des Kroaten war er in den vergangenen Tagen nicht zufrieden gewesen. Deshalb hatte er auch einen kleinen Seitenhieb für Mandzukic parat, um den es zudem Wechselgerüchte gab. "Sein Auftritt war besser als in der Woche oder am vergangenen Wochenende", sagte Magath.
dpa