Konzentration auf Dortmund: Im Gegensatz zu seinen Landsleuten bleibt Diego Benaglio in der Baby-Frage gelassen.
Vor allem rund um die Länderspiele in dieser Woche rasteten die Eidgenossen fast aus vor Angst, dass ihre Nummer 1 lieber im Kreißsaal als zwischen den Pfosten stehen könnte. Die Boulevardzeitung Blick forderte „Frühlings-Sex für Benaglio“, damit das Kind in der Winterpause kommt und richtete im Internet einen Baby-Ticker mit dem aktuellen Stand einer Benaglio-Abreise aus dem Mannschaftsquartier ein. Eine andere Plattform im Netz überlegte sich via Fotomontage, wie das Baby wohl aussehen könnte.
Klar, dass der Keeper bei der Hysterie nicht über das Thema sprechen will. Er deutet aber an, dass sich das Kind bis nach dem Dortmund-Spiel des VfL Zeit lässt: „Wir entscheiden kurzfristig. Aber ich glaube, dass ich spielen kann.“
Dass der Schweizer von der Baby-Belastung abgelenkt sein könnte, glaubt Trainer Steve McClaren nicht. „Er geht sehr gut mit dem Thema um, dennoch hoffe ich, dass Geburt und Spiel nicht kollidieren.“ Der Coach hatte bei seinen drei Söhnen Glück. „Das hat immer gepasst. Sie kamen alle zwischen den Spielen“, sagt McClaren grinsend.
Baby-Alarm hin oder her, Vollprofi Benaglio konzentriert sich voll auf Dortmund. „Wir müssen unseren schlechten Saisonstart unbedingt korrigieren“, fordert der Keeper. Und weiter: „Die Stimmung in der Mannschaft ist nicht getrübt. Uns erwartet aber keine leichte Aufgabe: Dortmund – und das auswärts! Der BVB hat sich mit dem 3:1-Sieg in Stuttgart viel Moral geholt.“
rs