Beten für den Sieg in München? Nein – die VfLer beim entspannten Abschlusstraining gestern auf dem beheizten Platz vor der Arena. VfL-Trainer Felix Magath (r.) bleibt vor der Partie ruhig, sein Münchner Kollege Jupp Heynckes (l.) wurde dagegen laut.
Der Portugiese konnte in dieser Woche keine Einheit mitmachen, drehte auch gestern mit einigen anderen Trainings-Rückständlern nur ein paar Runden um den Platz. Und doch flog er mit nach München. Trainer Felix Magath will sich die Option eines dribbelstarken Jokers erhalten, der die Partie am Ende allein entscheiden kann.
Allerdings haben die Wolfsburger gleich 20 statt der erlaubten 18 Spieler mitgenommen. Statt Vieirinha könnte so kurzfristig Makoto Hasebe wieder in den Kader rücken. Der Japaner ist neben Josué auch eine Startelf-Option fürs defensive Mittelfeld. Zurück im Aufgebot ist auch Marco Russ. Der Innenverteidiger ist neben Chris Ersatz-Kandidat für den verletzten Alexander Madlung.
Während Magath dem Spiel gelassen und bescheiden entgegensieht („Wir müssen nicht darüber reden, dass der FC Bayern die bessere Mannschaft hat“), versucht Kollege Jupp Heynckes bei den Bayern die richtige Einstellung zu finden.
Bei der Pressekonferenz gestern wurde der sonst so besonnene Trainer plötzlich laut: „Ich habe meiner Mannschaft eindringlich gesagt, dass ich sie in einem anderen Gewand sehen will. Nicht nur am Samstag, sondern bis zum Saisonende“, fauchte er, als säßen die Profis vor ihm. „Sie sollen von der ersten bis zur letzten Minute, rauf und runter, kämpfen, rennen, aber auch Fußball spielen. Daran muss sich die Mannschaft messen lassen, sonst an nichts...“
rs