Haarig war‘s nur eine Halbzeit lang: Nach einer Steigerung im zweiten Durchgang gewannen Melissa Wiik und der VfL standesgemäß mit 5:0 gegen Lübars.
Die ersten Punktspiele des VfL hatten hohen Unterhaltungswert, davon waren die Schützlinge von Trainer Ralf Kellermann zumindest im ersten Durchgang weit entfernt. „Schlechtes Passspiel, keine Bewegung, keine Körpersprache – ich muss mich für die Leistung meiner Mannschaft in der ersten Halbzeit entschuldigen“, so der Coach nach der Partie ehrlich.
So reichte es nach 45 Minuten nur zu einer dünnen 1:0-Führung – und die fiel auch noch durch ein Eigentor. Der Coach war zur Pause ziemlich sauer: „Ich habe dann unsere Mängel sehr deutlich angesprochen. Und ich hätte, wenn es nicht besser geworden wäre, kurz nach dem Wechsel dann auch sehr schnell gewechselt.“ Das musste er nicht, denn nun ließ der VfL den Ball besser laufen, spielte viel über die Außenpositionen, und vor allem schneller. Kellermann: „So gab es Chancen im Fünf-Minuten-Takt, so einfach kann Fußball sein, das hatte ich von meiner Mannschaft eigentlich schon vor der Pause erwartet.“
Nach dem 3:0 durch einen schönen Kopfball von Neuzugang Yvonne Hartmann gönnte Kellermann Kapitänin Martina Müller, am Sonntag noch fünffache Torschützin gegen Herford, eine Pause. Kellermanns Fazit: „Das Wichtigste an diesem Abend ist, dass wir das Achtelfinale erreicht haben.“
dik