Das Drama geht schon wieder los: Ein überlegener EHC Wolfsburg hat hier das 0:1 kassiert. Der Puck war abgefälscht, Towart Jochen Reimer war chancenlos. Am Ende unterlag Wolfsburg mit 1:3 in Hamburg.
Der Wurm drin? Beeindruckt von zwei Niederlagen in Folge und Torarmut? Für Wolfsburg lief es auch gestern nicht. Die Gastgeber spielten vor einer ihrer schwächsten Kulissen aller Zeiten defensiv und kämpften. Der EHC spielte wie zuletzt – überlegen, aber harmlos. Die Schussbilanz im ersten Drittel ging deutlich an die Gäste (10:4), doch über die Qualität der Chancen sagt das nichts.
Hamburg war eigentlich noch harmloser, doch ein Schuss von Peter Ratchuk fand abgelenkt von Jason Kings Schulter den Weg ins Tor. Nach Videobeweis zählte der Treffer. Im zweiten Drittel wurde ordentlich gerauft. Ex-EHC-Profi Lars Brüggemann schickte als Hauptschiedsrichter in der 25. Minute gleich vier Akteure zum Abkühlen, die Hauptverursacher Jason Ulmer und Max Brandl gleich für 12 Minuten. Hamburg erhöhte mit einem einzigen guten Angriff.
Der EHC dominierte derweil weiter, schraubte das Schussverhältnis auf 29:14, ließ aber sogar dickste Geschenke liegen. Sebastian Furchner (31.) kam nach einem Fehlpass frei vor Torwart Bobby Goepfert zum Schuss, Andi Morczinietz (40.) auf die gleiche Weise – jeweils war der Keeper Endstation. Der Bann brach noch: In Überzahl traf Milley, doch Feuer entfachte das nicht. Kurz vor Schluss versuchte es der EHC mit sechs Feldspielern, als Hamburg eine Strafe kassiert hatte. Heraussprangen zwei harmlose Schüsse. Dann ein Fehlpass – das 1:3 ins leere Netz. Der EHC ist außer Tritt.
rau/ras