Wolfsburgs Top-Nationalspieler: Kai Hospelt.
Er ging, weil er als Kölner Eigengewächs dort immer als der nette Kai galt, als Talent. Dem man nicht den großen Sprung zutraute. Da griff der EHC Wolfsburg zu. Inzwischen ist Hospelt auch international eine Größe, so ist die Wahl zum Sportler des Jahres logisch.
Aktuell ist er Top-Torjäger des Vizemeisters, zuletzt war er im Nationalteam stellvertretender Kapitän, im Klub ist er der Captain. EHC-Trainer Pavel Gross: „Er trägt das ,C‘ bei uns nicht ohne Grund, er hat das Zeug zum Führungsspieler, ist innerlich stark.“
Vom Talent zum vom Bundestrainer gelobten Führungsspieler – das bedeutet: rund 100 Partien (!) pro Saison, in jeder davon gibt er über 20 Minuten Vollgas, rast der Puls in jeder Schicht Richtung 200. Wie kann man da abschalten? „Im Urlaub mit meiner Freundin Julia. Nach der Saison fahren wir stets ein paar Wochen weg, da schalte ich Eishockey dann total aus.“
Direkt nach der Ehrung geht es um Punkte gegen München. Treffpunkt ist um 12.30 Uhr – „ich bin meistens früher da“. Das wird heute also knapp. Doch die Ehrung ist Hospelt wichtig: „Es ist eine Auszeichnung – auch für die Mannschaft, den Klub und den Eishockey-Sport, die zeigt, dass auch wir in einem großen Fußball-Standort auf der Landkarte sind.“
Inzwischen fühlt er sich als Wolfsburger, gesteht: „Am Anfang war es eine Umstellung, wenn man aus der Großstadt Köln kommt.“ Finale um die deutsche Meisterschaft im Vorjahr, WM- und Olympiateilnehmer – welche Ziele hat der 26-jährige Mittelstürmer noch? „So viel erreichen wie möglich. Mit dem EHC eine lange Serie spielen. Und – wenn ich noch einmal Olympia erleben könnte, das wäre der Wahnsinn.“
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