Plötzlich auf dem Markt: Weltstars wie Marta sind zu haben – für VfL-Trainer Ralf Kellermann (kl. Bild) noch kein Thema.
In den USA spielen die besten Fußballerinnen der Welt, weil es dort unter Vollprofi-Bedingungen das meiste Geld zu verdienen gab. Plötzlich sind WM-Spielerinnen wie die Brasilianerin Marta, die Engländerin Kelly Smith oder die Amerikanerin Heather O‘Reilly auf dem Markt. Kurz vorm Ende der Transferfrist in der Bundesliga wurde fast allen deutschen Vereinen angeboten, die eine oder andere Spielerin unter Vertrag zu nehmen. „Wir sind auch gefragt worden, ob wir kurzfristig etwas machen“, sagt Kellermann auf WAZ-Nachfrage.
Doch Wolfsburg schlug die Offerten wie alle anderen Vereine vorerst aus. „Ich kann mir vorstellen, dass vielleicht die eine oder andere Spielerin aus den USA nach Deutschland wechselt. Wir haben uns aber mit dieser neuen Entwicklung noch überhaupt nicht beschäftigt“, sagt der Trainer und erklärt die Zurückhaltung vor allem mit den wenig überschaubaren finanziellen Risiken, die in der Kürze der Zeit nicht richtig eingeordnet werden konnten.
Im Sommer mag das schon wieder anders aussehen – weil ein erneuter Versuch, eine starke US-Liga aufzubauen, fast ausgeschlossen ist. „Es ist schade, dass es zum zweiten Mal nicht zu klappen scheint. Das ist sicher nicht positiv für den Frauenfußball“, zeigt sich Kellermann enttäuscht.
rs