Konzentrierte Trainingsarbeit: Martina Moser (kl. Foto l .) und Co. hatten in Portugal optimale Bedingungen.
In Gedanken längst schon wieder im kalten Deutschland: VfL-Trainer Ralf Kellermann muss die Einheiten unter widrigen Wetterbedingungen planen und sorgt sich um die Bespielbarkeit der Plätze.
Trainer Ralf Kellermann zieht ein Fazit und spricht dabei über...
...die Tage in Portugal: „Es ist alles sehr gut gelaufen. Es war mit Abstand das beste Winter-Trainingslager, das wir je hatten. Es hat alles reibungslos geklappt, wir mussten auf das Wetter, den Platz oder Verletzungen keine Rücksicht nehmen. Es sind alle gesund wiedergekommen. Das habe ich so noch nicht erlebt, ist aber auch ein Zeichen dafür, dass mit steigender Physis der Spielerinnen die Verletzungsanfälligkeit sinkt.“
...den Konkurrenzkampf: „Die Konzentration ist in jeder Einheit hoch. Viele Spielerinnen wittern, dass die Karten nun neu gemischt werden. Die Stammspielerinnen können sich nicht ausruhen. Für mich ist das eine Luxus-Situation – zumal die Stimmung außerhalb des Platzes homogen ist. Natürlich haben die Spielerinnen, die für den starken Endspurt in der Hinrunde gesorgt hatten, einen Bonus. Aber die eine oder andere Position ist offen. Da kann man reinrutschen, auch weil wir weiter flexibel sein und je nach Gegner die Aufstellung auch mal tauschen wollen.“
...das Programm nun in Deutschland: „Jetzt sind alle erstmal müde, es wird diese Woche körperlich in den Keller gehen. Aber auch wenn alle heiß darauf sind, dass die Spiele wieder anfangen, so sind die Bedingungen hier nicht so, dass viel stattfinden wird. Unsere Improvisations-Kunst ist erstmal gefragt. In dieser Woche gehen wir etwa um 8 Uhr morgens auf den Kunstrasen oder wieder in die Soccerhalle oder auch mal zum Spinning.“
...Nationalmannschafts-Abstellungen: „Ab Mitte der Woche trainieren wir in einer kleinen Gruppe. Unsere deutschen Nationalspielerinnen treffen sich beim DFB zum Leistungstest und zur EM-Qualifikation. Rebecca Smith ist mit Neuseeland in den USA, Laura Vetterlein und Merle Frohms sind mit Nachwuchs-Auswahlen unterwegs.“
...den Rückrunden-Start: „Am 18. Februar soll es gegen Jena losgehen. Vor einem Jahr mussten wir gegen Essen-Schönebeck im Pokal-Viertelfinale auf Kunstrasen im Porschestadion antreten, weil wir wegen der WM Zeitdruck hatten. Diesmal gibt es diesen Druck nicht. Da wird es andere Lösungen geben.“
...die Kader-Planung: „In Portugal gab es Gespräche mit Spielerinnen, deren Verträge auslaufen. Aber wir haben noch keine Tendenzen. Natürlich wollen wir etwa bei Verena Faißt oder Martina Moser nicht bis zum Mai warten. Aber da gab es von keiner Seite aus Druck.“
rs