So sehen Sieger aus: Mohammed Rezzoug (v.) bejubelt im Finale gegen den VfR Eintracht den späten 1:0-Siegtreffer für den FC (l. Dennis Kamieth).
2012, durch ein 1:0 im Endspiel gegen den VfR Eintracht Nord, war‘s in der BBS 1 wieder soweit. Sieben Final-Teilnahmen hatte es zwischen 2001 und Samstag gegeben – immer mussten die FC-Kicker artig Anderen zum Sieg gratulieren. „Wir hatten die Schnauze jetzt einfach voll“, sagte Viktor Weißgerber, neben Keeper Maik Kamieth der Einzige, der schon damals mit dem Stadtklub gejubelt hatte.
Für den Torwart war‘s ein besonderer Sieg. Im Vorjahr hatte er im Finale früh Rot gesehen und mit anschauen müssen, wie die verbliebenen Spieler beim 1:4 gegen Vorsfelde untergingen. „Für uns ist der WAZ-Cup immer ein besonderes Turnier. Und jetzt wollte ich mit aller Macht gewinnen – wer weiß, wie oft ich noch mitspielen werde“, so der 36-Jährige. Dennis, der mit dem dritten Kamieth-Bruder Jens seit Jahren eine gefährliche Achse bildet: „Den schönsten Fußball hat der VfR gespielt. Aber die FC-Minimalisten haben sich endlich wieder durchgesetzt.“
Nach Mohammed Rezzougs Tor in der Schlussminute brachen alle Dämme, die Spieler tanzten um Betreuer Udo Romanowski, ließen sich auf den Boden fallen. Der Anfang einer großen Party. „Erst einmal ging‘s ins Vereinsheim“, schilderte Coach Benjamin Korsch. Rezzoug, der sowohl den ersten als auch den letzten Treffer des Turnier erzielt hatte, sagte: „Anfangs war ich nervös, jetzt bin ich überglücklich!“
Die Mannschaft coachte sich in Eigenregie, der Trainer saß auf der Tribüne, teilte später augenzwinkernd mit: „Das Sausalitos fängt gleich an zu brennen.“ Kein Wunder, schließlich hatte auch die Sieger-Sause einen Anlauf von elf Jahren…
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