Danke! Die VfL-Spielerinnen Moser, Keßler, Müller, Hartmann, Blässe, Henning, Jakabfi, Bunte, Tetzlaff, Smith, Burmeister, Goeßling, Vetterlein, Pohlers, Chandraratne, Omilade, Faißt und Wagner (v. l.) nach dem 1:0 gegen Frankfurt.
Eine sensationelle Kulisse: 8700 Fans waren beim Spiel der VfL-Frauen gegen Frankfurt dabei, viele blieben hinterher auch zur kleinen Abschlussparty.
Der alte Bundesliga-Bestwert lag bei 7900 Zuschauern. So viele waren am 15. Juni 2003 zur Partie Potsdam gegen Frankfurt gekommen.
Gestern füllte sich das Stadion am Elsterweg schon lange vor dem Anpfiff. „Wir haben beim Einspielen gesehen, dass es voll wird, da hatte ich meinen ersten Gänsehaut-Moment“, sagte Torhüterin Alisa Vetterlein. Das ganze Ausmaß bekam sie beim Anpfiff mit. „Ich war ein bisschen wie in Trance, und das war gut so. Wenn ich die Kulisse bewusst wahrgenommen hätte, wäre ich vor Adrenalin wohl umgekippt.“
Fast jede Spielerin hatte solch einen Überraschungsmoment. „Als wir aus der Kabine gingen, sagte Conny Pohlers zu mir: ‚Was ist denn hier los?‘“, schilderte Stürmerin Martina Müller. „Es waren einige da, die sonst nur zum Männer-Fußball gehen. Ich hoffe, sie kommen wieder.“
Denn die Kulisse war nicht einschüchternd. „Gerade ab der 86. Minute helfen die Fans noch einmal“, sagte Vetterlein. „Die Atmosphäre hat uns gepuscht. Die Leute hatten Spaß“, so Keßler. „Es ist erstrebenswert, dass wir so was öfter erleben. Daher kann man sich schon auf die Heimspiele in der Champions League freuen.“
Als Dank entrollten die VfLerinnen nach dem Abpfiff ein Spruchband, schrieben Autogramme und feierten mit den Anhängern auf einer Bühne im Stadion. „Ich habe nie bereut, nach Wolfsburg gekommen zu sein. Ihr Niedersachsen seid ein cooles Volk“, rief dabei Stürmerin Pohlers.
rs/apa